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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

ein weiteres Mal in diesem Jahr kennen die Preise für Gas, Öl und Benzin nur eine Richtung: nach oben. Und ein weiteres Mal in diesem Jahr zeigt uns die fossile Energiekrise, wie teuer unsere Abhängigkeit von Öl und Gas ist. Eigentlich müsste die Förderung für den Ausbau von Erneuerbaren, dem Stromnetz und den Speicherkapazitäten sowie die Förderung von Wärmepumpen durch die Decke gehen. 

Beobachter der Haushaltsberatungen für 2027 sahen jedoch das Gegenteil: Die Bundesregierung plant ausgerechnet, Klimaschutzprogramme zu kürzen. In einem Bündnis mit 12 weiteren Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Jugendverbänden und Entwicklungsorganisationen haben wir deshalb gemeinsam an die Regierungsfraktionen appelliert: Die geplante Umschichtung von 2,7 Milliarden Euro aus den Einnahmen des Emissionshandels muss zurückgenommen werden  und die Förderung von Wärmepumpen und Gebäudesanierungen darf nicht gekürzt werden. Wir rufen die Regierungsfraktionen jetzt auf, diese Pläne dringend zu korrigieren.

Wie wichtig der Ausstieg aus Öl und Gas für uns Menschen und unsere Wirtschaft ist, besprechen wir auch auf unserem 5. Deutschen Klimatag. Was genau ein solcher Ausstieg in den verschiedenen Bereichen bewegen würde, werden Katja Kipping (Paritätischer Gesamtverband), Thomas Kralinski (BMUKN), Jutta Gurkmann (Verbraucherzentrale Bundesverband) und Lars Wagner (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) auf dem Panel diskutieren. Melde dich jetzt an und sei online oder in Berlin vor Ort dabei!

Das gerade in der Wirtschaft der Druck enorm ist, zeigt eine neu angekündigte Demo: Am 9. Oktober demonstriert das Bündnis Erneuerbare Energie in Berlin für einen starken Ausbau der Erneuerbaren, sichere Arbeitsplätze und bezahlbare Energie - denn all das wird durch die geplanten Novellen des Netzpakets und des EEG bedroht. Teil des Bündnis sind auch mehrere unserer Mitglieder wie Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW), Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und das Bündnis Bürger Energie (BBE). Wir als Klima-Allianz Deutschland sind auch mit dabei und wollen ein Zeichen gegen neue Investitionshemmnisse und für Planungssicherheit, Elektrifizierung und mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas setzen. Kommt mit uns nach Berlin!

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

 
Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | Netzwerk Klimaherbst e.V.
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto: UN Photo/Loey Felipe.

„Saubere Energie ist der sicherste Weg“: UN mahnt Europa zu Führung bei Energiewende

„Wenn die Menschheit die Verschmutzung durch fossile Brennstoffe nicht drastisch senkt, wirkt dieser Sommer mit Hitze, Bränden und Dürren harmlos gegen den dauerhaften Klimaschrecken danach“, sagte UN-Klimachef Simon Stiell in euronews.

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Autoverkehr kostet die Weltwirtschaft rund neun Billionen US-Dollar pro Jahr

Pkw-Fahrer verursachen Unfälle, Luftverschmutzung und Klimaschäden – die Rechnung bezahlt größtenteils die Gesellschaft. Eine internationale Studie zeigt, wie die Kosten deutlich sinken könnten, berichtet der SPIEGEL.

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Kritik am Umgang mit dem Klimafonds: 2,7 Milliarden sollen in den Bundeshaushalt fließen

Ein Bündnis aus 13 Verbänden fordert die Regierung auf, die Umschichtung der EU-Emissionshandelserlöse zu stoppen. Ein Thinktank beziffert die Finanzierungslücke im KTF auf 7,8 Milliarden Euro, so Joachim Wille von der Frankfurter Rundschau.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Jetzt für den 5. Deutschen Klimatag anmelden

Klimaschutz braucht Anschluss: an die Lebensrealitäten der Menschen, an wirtschaftliche Chancen und an eine Energieversorgung, die erneuerbar und bezahlbar ist. Genau darum geht es beim diesjährigen Deutschen Klimatag am 13. Oktober 2026 in Berlin.

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Forderungen zur 31. Weltklimakonferenz in der Türkei: Allianzen für eine gerechte und sichere Zukunft

Die Klima-Allianz Deutschland und der Verband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (VENRO) fordern die Bundesregierung in einem neuen Papier auf, ein verlässlicher Partner in der internationalen Klimapolitik zu bleiben und Verantwortung in Zeiten globaler Krisen zu übernehmen. Auf dem Weg zur Weltklimakonferenz COP31 in der Türkei sollte Deutschland deshalb eine neue Klimafinanzierungszusage für einkommensschwache Länder machen sowie Vorreiter-Allianzen für die Abkehr von fossilen Energien stärken.

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Verbändebündnis an die Regierungsfraktionen: Kürzungen bei Klimaschutz und sozialer Sicherheit abwenden

Anlässlich der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag hat ein breites Bündnis aus 13 Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Jugendverbänden und Entwicklungsorganisationen einen gemeinsamen Appell an die Regierungsfraktionen veröffentlicht. Die Investitionen in Klimaschutz, soziale Sicherheit und Entwicklungszusammenarbeit schützen Menschen vor Hitze, machen uns unabhängiger von teuren fossilen Importen und helfen Ländern, Dürren zu überstehen. Die Organisationen fordern deshalb, die geplanten Kürzungen abzuwenden.

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3. Klimaprojekt der Woche | Netzwerk Klimaherbst e.V.

Klimaherbst schickt noch Bild

Jahrmarkt der guten Ideen

Leckere Bio-Verpflegung, gute Musik, spannende Stände zum Vorbeischlendern und ein Bühnenprogramm – jedes Jahr im Juli veranstaltet das Netzwerk Klimaherbst in einem anderen Stadtviertel Münchens eine Klima.Dult (d.h. Jahrmarkt).

Die Dult bringt Nachbar*innen in entspannter Atmosphäre zusammen. An den Ständen zahlreicher Klima- und Umweltschutzorganisationen gibt es Infos, Aktionen und Beratungsangebote mit konkreten Tipps und Tricks für einen klimafreundlichen und nachhaltigen Alltag – sei es beim Radl-Sicherheitscheck, bei der städtischen PV-Beratung oder beim interaktiven Artenvielfaltsquiz. Auch für die jungen Besucher*innen hält die Dult ein buntes Angebot an Spielen, Rätseln und Aktionen bereit.

Außerdem sammelt der ansässige Bezirksausschuss konkrete Wünsche und Anregungen der Bewohner*innen, wie sie ihr Viertel gestalten wollen. Auch 2027 wird es wieder eine Klima.Dult geben.

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4. Meldungen der Mitglieder

Zukunftsorientierung im Kernhaushalt erreicht Tiefststand

Eine veröffentlichte Berechnung der Zukunftsquote zum Bundeshaushalt 2026 von WWF Deutschland und ZEW Mannheim zeigt zwar, dass der Haushalt 2026 mit 140,2 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht hat.  Allerdings speist sich der Anstieg der Ausgaben von Zukunftsthemen wie Bildung, Natur- und Klimaschutz nahezu vollständig aus den Sondervermögen, während der Anteil der Zukunftsausgaben im Kernhaushalt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2018 fällt. Bereits jeder fünfte Zukunftseuro des Bundes wird 2026 aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert. 

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Deutsche Umwelthilfe warnt vor zunehmender Abhängigkeit Deutschlands von US-Fracking-Gas

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die für heute erwartete Ankunft des LNG-Terminalschiffs „Energos Force“ in Stade. Das Projekt droht die Abhängigkeit Deutschlands von schmutzigem Fracking-Gas aus den USA mittelfristig weiter zu vergrößern. Die DUH fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau fossiler LNG-Infrastruktur umgehend zu stoppen.

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Rechtsgutachten: Über 7 Milliarden Euro auf dem Spiel? Bundesregierung verschleiert Kürzungen beim Klimaschutz

Ein Rechtsgutachten zum Haushaltsentwurf 2027 und zum Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds (KTF) zeigt: Die Bundesregierung zieht bestehende Mittel aus dem KTF ab und schreibt weitere Einsparungen vor, ohne offenzulegen, wo konkret gespart werden soll. Insgesamt geht es um mehr als 7 Milliarden Euro. 

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5. Termine

24.09.-25.09.2026
Online
Institut für Kirche und Gesellschaft

Nur manche mögen’s heiß(er) – Biodiversitäts- und Klimaschutz am Beispiel Wald

01.10.2026
Darmstadt
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

Ökonomisch & Lebensgerecht – Warum Klimaschutz und Nachhaltigkeit sich lohnen

02.10.2026 
Dortmund
LAG 21

NRW Kongress TRANSFORMATION

01.11.2026 
Online
Verbraucher Initiative Bundesverband

Digitales Schulungsprogramm: „Zuhause im Wandel“

6. Klimafakten

Foto: SpaceManKris von Getty Images avia Canva Pro.

So teuer sind Atomkraftwerke wirklich

Frankreich, China oder UK setzen wieder auf Atomkraft, bauen sogar neue. Der Gedanke: Atomstrom ist billig. Doch stimmt das? 

Mit 4-6 Cent pro Kilowattstunde sind die Kosten zur Stromerzeugung sehr gering.
Aber: Rechnet man die Baukosten der Atomkraftwerke(AKW) in den Kilowattpreis mit ein, kommt man auf 13 bis 49 Cent pro kWh. Im Vergleich dazu kostet Solarenergie inkl. Baukosten zwischen 4 bis 14 Cent pro kWh. 

Weiterer riesiger Kostenpunkt: Der Atommüll braucht ein sicheres Endlager, das in Deutschland zudem keine Kommune haben möchte. 

In ihrem Post zeigen klima.neutral außerdem, wie viel für den Bau der AKW veranschlagt wurde - und wie viel sie am Ende tatsächlich gekostet haben.

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7. Jobs

Werkstudent*in  Klimakommunikation (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Die Klima-Allianz Deutschland sucht zum November 2026  eine*n Werkstudent*in  für Klimakommunikation. Du interessierst dich für Klima- und Energiepolitik, hast idealerweise bereits Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und studierst ein dafür relevantes Fach? Dann bewirb dich jetzt!

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Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

www.klima-allianz.de

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