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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

häufig wird darüber geredet, was Klimaschutz kostet, selten was er spart. 20 Milliarden Euro – so viel könnte die Bundesregierung einsparen. Das zeigt eine neue Untersuchung des FÖS im Auftrag des BUND, des ACE Auto Club Europa und der Klima-Allianz Deutschland. Dazu müsste sie die Priorität auf den Erhalt bestehender Brücken, Schienen und Straßen legen, statt auf den unwirtschaftlichen Bau neuer Autobahnen und Bundesstraßen.

Knappe Ressourcen müssen für Investitionen eingesetzt werden, die schnell und wirksam im Alltag der Menschen ankommen. Autobahnneubauprojekte gehören nicht dazu. Beim Infrastruktur-Zukunftsgesetz muss Bundesverkehrsminister Schnieder deshalb umdenken und, wie im Koalitionsvertrag versprochen, den Fokus auf „Erhalt vor Neubau“ legen.

Die Modernisierung unseres Landes wird in den Städten und Gemeinden umgesetzt. Doch gerade ihnen fehlt das Geld. Eine weitere neue Studie des FÖS zeigt, dass der tatsächliche Bedarf bei jährlich 21 bis 24 Milliarden Euro liegt. Die 8,3 Milliarden Euro pro Jahr aus dem Sondervermögen für die Länder decken jedoch nicht einmal ein Drittel dieses Bedarfs.

Deshalb fordern wir am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“, dass Bund und Länder bei ihrer Ministerpräsidentenkonferenz eine Antwort darauf liefern, wie diese Investitionen verlässlich finanziert werden können. Ein wichtiges Signal wäre beispielsweise eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz.

Nach der ersten Lesung erhielt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GmodG) in der Ausschussanhörung vehemente Kritik von Expert*innen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigte an, mit einer Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zu klagen, falls es in dieser Fassung verabschiedet werden sollte.

Zu guter Letzt gibt es wichtige Änderungen innerhalb der Klima-Allianz. Nach über elf prägenden Jahren verabschiedet sich Christiane Averbeck im Juli 2026 in den wohlverdienten Ruhestand. Das 30. Berliner Klimagespräch stand zugleich im Zeichen ihres Abschieds und bot einen besonderen Rahmen, um gemeinsam mit Wegbegleiter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf prägende Jahre zurückzublicken und nach vorn zu schauen. Ein riesiges Dankeschön, liebe Christiane!

Die Interims-Geschäftsführung bis zur dauerhaften Neubesetzung übernimmt Viviane Raddatz, langjährige Sprecherin der Klima-Allianz Deutschland und Bereichsleiterin für Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Mit Viviane Raddatz haben wir die ideale Besetzung gefunden, um diesen Weg in den kommenden Monaten strategisch fortzusetzen.

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | Trimum
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto:  Andrey via Canva Pro.

Großstädte warnen vor Reiches „Heizungsgesetz“

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll Eigentümern mehr Freiheiten beim Heizungstausch geben. Doch mehrere Städte warnen gegenüber CORRECTIV: Es könnte den Ausbau der Fernwärme und die Energiewende bremsen.

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Foto: Terfili, CC BY 4.0, via Wiki Commons.

Erneut Proteste in Albanien gegen Luxusresort in Naturschutzgebiet

In der albanischen Hauptstadt Tirana haben am Abend wieder tausende Menschen gegen den Bau eines Luxushotels in einem Naturschutzgebiet demonstriert. Der Komplex soll an der Küste in einem Gebiet entstehen, das ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel und Flamingos ist. 

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Foto: shotbydave von Getty Images Signature via Canva Pro.

So sehr leidet Ihre Region unter Dürre

Eine Analyse von CORRECTIV.Europe zeigt erstmals, wie flächendeckend Dürre in Europa auftritt: Zwei Drittel der Regionen verzeichneten seit 2012 schwere Dürrejahre. Auch in Deutschland geraten Landwirte in Existenznot.

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Foto: UN Photo/Eskinder Debebe.

Klimakonferenz zwischen Vision und Widerstand

Zehn Tage lang haben mehr als 5.000 Delegierte in Bonn die nächste Weltklimakonferenz im November vorbereitet. Dabei gab es Fortschritte, aber auch Widerstände. So ist von "schwerwiegenden" Angriffen auf die Wissenschaft die Rede.

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Foto: RossHelen via Canva Pro.

EU einigt sich auf verschärfte Preiskontrollen für neuen CO2-Markt

Steigende CO₂-Preise sollen künftig schneller gebremst werden – mit mehr Gratiszertifikaten. Die EU verschärft dafür die Regeln im neuen Emissionshandel ETS2.

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Foto: Brasil2 von Getty Images Signature via Canva Pro.

Jedes zweite Kind von Klimarisiken betroffen

Die Folgen des Klimawandels sind besonders heftig für schutzbedürftige Menschen - allen voran für Kinder. Das Kinderhilfswerk UNICEF warnt in seiner neusten Studie davor, dass jedes zweite Kind auf der Erde dadurch mehrfach gefährdet ist.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Foto: Jörg Farys/DieProjektoren.

Führungswechsel bei der Klima-Allianz Deutschland: Viviane Raddatz übernimmt von Christiane Averbeck

Bei der Klima-Allianz Deutschland steht ein geplanter Wechsel an der Spitze bevor: Christiane Averbeck übergibt die Leitung im Juli 2026 nach mehr als elf prägenden Jahren und verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand. Sie hat die Klima-Allianz von einer Koordinierungsstelle zu einer unüberhörbaren Stimme der Zivilgesellschaft geformt und Klimaschutz untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit verknüpft. Um eine nahtlose Fortführung der politischen Arbeit des rund 150 Mitgliedsorganisationen starken Bündnisses zu gewährleisten, hat der Sprecher*innenrat beschlossen, Viviane Raddatz, langjährige Sprecherin der Klima-Allianz Deutschland und Bereichsleiterin für Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, als Interims-Geschäftsführerin bis zur dauerhaften Neubesetzung zu berufen. Ihr klarer Fokus für die kommenden Monate: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen.

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Foto: Jörg Farys/DieProjektoren.

#30 Berliner Klimagespräch: Kraft aus Erfolgen schöpfen: Die Zukunft der Klimapolitik

Wir haben am 22. Juni 2026 zum 30. Berliner Klimagespräch in die Schankhalle Pfefferberg nach Berlin eingeladen. Unter dem Titel „Kraft aus Erfolgen schöpfen: Die Zukunft der Klimapolitik“ kamen unsere Mitglieder, Freund*innen sowie Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen. In wechselnden Panelrunden diskutierten unsere Panelistinnen Christoph Bals, Katja Kipping, Yvonne Zwick, Katarina Peranić, Antje von Broock und Jakob Blankenburg über die klimapolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre, aktuelle gesellschaftliche Debatten und Wege zu mehr Zuversicht. Die Jubiläumsausgabe unserer Veranstaltungsreihe markierte zugleich den feierlichen Abschied unserer langjährigen geschäftsführenden Vorständin Dr. Christiane Averbeck in den Ruhestand.

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Foto: JamesReillyWilson von Getty Images Signature via Canva Pro.

20 Milliarden Euro Einsparungen bei unwirtschaftlichen Autobahn- und Bundesstraßenprojekten

Neue Untersuchung macht klar: Sinnvoller Mitteleinsatz aus Sondervermögen und LKW-Maut erfordert eine konsequente Priorisierung auf Erhalt und gezielte Streichungen von Neubau-Projekten.

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Foto: Luca Photo von Pexels via Canva Pro.

Studie: Kommunen brauchen bis zu 24 Milliarden Euro pro Jahr für die Modernisierung vor Ort – Investitionsbedarf deutlich höher als angenommen.

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages “Kommunen am Limit” und der Ministerpräsidentenkonferenz von Bund und Ländern am 25. Juni zeigt eine neue Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS): Um Städte und Dörfer zukunftsfest zu machen, bedarf es jährlicher Zukunftsinvestitionen von 21 bis 24 Milliarden Euro. Die Bedarfe liegen damit höher, als bisherige Modellrechnungen vermuten lassen. Die Studie erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem in vielen Kommunen die Kassen leer sind.

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3. Klimaprojekt der Woche | Trimum

Foto: Jörg Farys/DieProjektoren.

Musik und Klima

In den Zukunftswerkstätten Klima und Musik lädt Trimum zum Dialog ein. An welchen Stellen Kulturinstitutionen auf sinnvolle Weise die eigene Umweltbilanz verbessern können oder wie „Postwachstumsmusik“ klingt, sind Fragen, die hier besprochen werden.

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4. Meldungen der Mitglieder

Internationale Klimapolitik bleibt hinter den Herausforderungen der Klimakrise und Chancen der Energiewende zurück

Germanwatch warnt zum Abschluss der Bonner Klimaverhandlungen: Fortschritte bisher zu klein für erfolgversprechende Grundlage der kommenden Weltklimakonferenz.

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Foto: Nirian von Getty Images Signature ansehen.

Aktionstag: Türen auf für die Wärme­wende

Der Tag des offenen Heizungskellers am 21. November 2026 macht klimafreundliches Heizen im Alltag erlebbar. Bundesweit öffnen Haus- und Wohnungsbesitzer:innen ihre Türen und teilen praxisnahe Erfahrungen etwa zur Wärmepumpe. Nachbar:innen zeigen Nachbar:innen, wie sie ohne Gas und Öl Wärme erzeugen können. Zu diesem bundesweiten Aktionstag rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, co2online, GermanZero, Greenpeace Deutschland und der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) gemeinsam auf.

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Foto: aliaksandrbarysenka via Canva Pro,

Unwirtschaftlich, sozial ungerecht und nicht verfassungsgemäß – Einige Mitglieder kritisieren GModG-Entwurf scharf

Anlässlich der 1. Lesung und Ausschussanhörungen zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) äußern Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland deutliche Kritik. Sie warnen vor erheblichen Schwachstellen beim Klimaschutz und sehen massive Risiken bei der sozialen Gerechtigkeit, der Wirtschaftlichkeit sowie der Verfassungsmäßigkeit des Entwurfs.

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Weniger Regeln heißt wachsende Unsicherheit

Eine neue WWF-Analyse zeigt die wirtschaftlichen Einbußen und finanziellen Risiken politischer Unsicherheit. Die Analyse betrachtet vier aktuelle politische Prozesse auf deutscher und EU-Ebene im Bereich von Umwelt- und Energiepolitik, die geprägt sind von einem politisch motivierten Bestreben, Regeln und Standards aufzuweichen.

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5. Termine

03.- 04. Juli 2026
Institut Kirche und Gesellschaft
Schwerte 

KlimaNetz 2026 Kirche der Zukunft - Zukunft der Kirche

02. Oktober 2026
Dortmund
LAG 21 

NRW Kongress TRANSFORMATION

6. Klimafakten

Foto:  igli llubani von Getty Images via Canva Pro.

Solarzellen auf Autos könnten 55 bis 80 Prozent ihres Energiebedarfs decken

Solarzellen auf Fahrzeugen könnten in Deutschland bis zu 55 Prozent, in Südeuropa sogar bis zu 80 Prozent ihres jährlichen Energiebedarfs decken. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts würde das Stromnetze entlasten, Reichweiten erhöhen und die Mobilitätswende voranbringen.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

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