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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

auch wenn es aktuell nicht überall spürbar ist: Die Klimakrise verschärft sich und mit ihr die Gefahr extremer Hitze. Deutschland ist darauf bislang nicht ausreichend vorbereitet.

Gemeinsam mit über 150 Organisationen haben wir uns deshalb zum Hitzeaktionstag zusammengeschlossen. Mit verschiedenen Aktionen machen wir auf die Missstände aufmerksam. Klar ist auch: Ohne konsequenten Klimaschutz werden Hitzeprobleme weiter zunehmen.

Das aktuelle Klimaschutzprogramm reicht dafür nicht aus, insbesondere im Gebäude- und Verkehrssektor. Im Verkehrsbereich halten sich dabei weitverbreitete Mythen rund um E-Autos, etwa zur Reichweite und Ladeinfrastruktur. Ein neues Factsheet von ACE, FÖS und uns fasst die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen: Die Ladeinfrastruktur ist ausreichend ausgebaut, und die Reichweite reicht in 99 % der Fälle aus.

Auch im Gebäudebereich gibt es Kritik: Trotz breiter Einwände hält die Bundesregierung am Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes fest. Inzwischen fordern sogar Energieunternehmen wie EWE und E.ON gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe, Germanwatch, dem WWF Nachbesserungen. Der Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes stößt auf breiten Widerstand, weil er für Verbraucher hohe Kosten verursacht und kein Ende der Abhängigkeit von Öl und Gas vorsieht. Das ist ein klarer Auftrag an das Parlament ein modernes Heizungsgesetz auszuhandeln, das auf erneuerbare Energien setzt und bezahlbar für alle ist. 

Wie wichtig das Voranschreiten der Energiewende für die Mehrheit in Deutschland ist, verdeutlichte eine Aktion, u. a. organisiert von BUND und Campact. In Hamm wurde im Rahmen eines Weltrekords symbolisch die größte „menschliche Windkraftanlage“ gebildet. Zudem sprechen sich bei der Initiative "Wirtschaft denkt weiter" über 1.000 Unternehmen gegen abgeschwächte Klimapositionen der IHK aus.

Parallel dazu laufen in Bonn die internationalen Klimaverhandlungen. Organisationen wie Germanwatch und WWF drängen auf Fortschritte – insbesondere beim Ausstieg aus fossilen Energien, bei der Klimafinanzierung und bei der Umsetzung der globalen Klimaziele.       

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | VENROB e.V.
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto: Jelena via Canva Pro.

Bundesregierung kann Auswirkungen von Gebäudemodernisierungsgesetz offenbar nicht beziffern – Kritik von den Grünen

Die Bundesregierung kann die Auswirkungen des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes auf den Klimaschutz offenbar derzeit nicht klar abschätzen. Wie die Funke-Mediengruppe berichtet, geht dies aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Grünen hervor, so der Deutschlandfunk.

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Foto: Taweesak Jang via Canva Pro. 

Weltrekord in Hamm aufgestellt: Tausende Menschen protestieren mit Windrad-Formation gegen Gaskraftwerke

Tausende Menschen haben am Samstag in Hamm gegen die Energiepolitik von Katherina Reiche demonstriert. Rund 2.000 von ihnen formten dabei ein bewegliches Windrad, berichtet der Tagesspiegel.

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Foto: UN Photo/Mark Garten.

In Bonn haben zweiwöchige Klima-Verhandlungen begonnen

In Bonn haben zweiwöchige Klimaverhandlungen begonnen. Die Beratungen auf Fachebene dienen der Vorbereitung der nächsten UNO-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, berichtet der Deutschlandfunk.

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Foto: Vadym Terelyuk von Getty Images via Canva Pro.

Bündnis um Eon, EWE und DUH spricht sich gegen Grüngasquote aus

Ein eher ungewöhnliches Bündnis aus großen Energieversorgern und Umweltverbänden fordert einen Kurswechsel beim geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GmodG), heißt es im Tagesspiegel.

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Foto:  Frankenvrij von Getty Images Pro via Canva Pro.

Neue Daten nähren Zweifel an Reiches Kraftwerksgesetz

Zwei Studien präzisieren die Debatte über Gaskraftwerke als Back-up für die Stromversorgung. Demnach sind Dunkelflauten „kein Ausnahmefall“ und Stromabregelungen eine mögliche Lösung, so das Handelsblatt.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Neues Factsheet: Reichweitenangst oft unbegründet - E-Auto spart bis zu über 1.000 Euro im Jahr

Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist besser als ihr Ruf: Schon heute bietet sie ausreichend Kapazitäten für deutlich mehr Fahrzeuge. Zudem sind 99 Prozent aller Pkw-Fahrten mit aktuellen Reichweiten problemlos machbar. Das zeigt ein neues Factsheet des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland und des ACE Auto Club Europa. Die Verbände betonen jedoch, dass dies kein Grund zur Entwarnung ist: Die E-Mobilität ist zwar längst alltagstauglich, damit der Umstieg jedoch beschleunigt wird, sind transparente Preise und verlässliche politische Rahmenbedingungen nötig.

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Foto:  Aleksandr Slavich von Pexels via Canva Pro.

ETS2: Klima-Allianz Deutschland fordert nationalen Mindestpreis und überfälligen Klima-Sozialplan 

Nach der gestrigen Einigung in der EU zur Abschwächung des CO₂-Preises im neuen europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS2) fordert die Klima-Allianz Deutschland die Bundesregierung auf, den ETS2 sozial gerecht und wirksam umzusetzen.

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Foto: Africa images via Canva Pro.

Kommentar von Stefanie Langkamp zum Hitzeaktionstag

Anlässlich des morgigen Hitzeaktionstags ruft ein breites Bündnis aus Akteuren des Gesundheitswesens, Sozial-, Katastrophenvorsorge-, Kinderschutz-, Umweltverbänden, Kirchen und weiterer Organisationen dazu auf, den Hitze- und Klimaschutz in Deutschland zu verbessern. Bundesweit finden dazu vielfältige Aktionen statt.

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30. Berliner Klimagespräch "Kraft aus Erfolgen schöpfen: Die Zukunft der Klimapolitik"

Feiern Sie mit uns die Jubiläumsausgabe unserer Veranstaltungsreihe "Berliner Klimagespräche" und Dr. Christiane Averbecks Abschied in den Ruhestand!

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3. Klimaprojekt der Woche | VENROB e.V. 

Foto: Venrob e.V. 

FairGabe

Deutschland  hat einen der größten öffentlichen Beschaffungsmärkte Europas und kann damit gezielt beeinflussen, unter welchen Bedingungen weltweit und regional und wie klima- und ressourcenschonend gewirtschaftet wird und gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort zu fördern.

Das FAIRgabe‑Bündnis Brandenburg, getragen von VENROB e.V., hilft dabei ganz konkret: Es bringt Verwaltungen, Unternehmen und Initiativen zusammen und zeigt in Workshops und Veranstaltungen, wie faire und ökologische Kriterien praktisch in Ausschreibungen umgesetzt werden können und im Landesrecht verankert werden können.

Nach zwei Workshops und einer landesweiten Fachtagung 2025 baut das Bündnis seine Arbeit 2026 mit drei weiteren regionalen Workshops und einem Fachtag aus und macht so sichtbar, dass Klimaschutz durch nachhaltigen Einkauf direkt vor Ort wirkt.

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4. Meldungen der Mitglieder

BNW: Über 1.000 IHK-Mitglieder wenden sich gegen abgeschwächte Klimapositionen

Auf der Plattform „Wirtschaft denkt weiter“, koordiniert von unserem Mitglied BNW, haben sich bereits mehr als 1.000 Unternehmen direkt an ihre jeweiligen Industrie- und Handelskammern gewandt. Sie machen die Stimmen aus der Wirtschaft sichtbarer, die sich in den aktuellen klimapolitischen Positionierungen der DIHK und einzelner IHKs nicht ausreichend repräsentiert sehen. Hintergrund ist die aktuelle Debatte um die klimapolitische Positionierung der DIHK und regionaler IHKs, die die Abkehr von jahresscharfen Klimazielen fordern und die Ausbauziele für Erneuerbare Energien in Frage stellen.

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Klimaverhandlungen in Bonn: Neuer Multilateralismus und konkrete Fortschritte gefragt

SB64 müssen ab Montag Weichen für Weltklimakonferenz im November stellen - es geht um deutlich mehr als nur technische Fortschritte. Unser Mitglied Germanwatch fordert die internationale Staatengemeinschaft zu entschlossenem Handeln auf.

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Deutsche Umwelthilfe deckt auf: Gasbranchenverband erfüllt Methan-Berichtspflichten nicht

Der Tool des Branchenverbands DVGW zur Erfassung klimaschädlicher Methanemissionen widerspricht nach Auffassung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gesetzlichen Vorgaben. Sie hätten veraltete Standardwerte zur Berechnung ihrer Emissionen genutzt statt eigenen Messungen, keine Hochrechnung von Leckagen. Die DUH fordert konsequente Umsetzung der Methan-Verordnung und behördliches Durchgreifen statt stiller Fortsetzung der gescheiterten „technischen Selbstverwaltung“ der Gaswirtschaft.

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Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen!

Unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“ kündigt ein breites Bündnis für Samstag, den 30. Mai 2026, eine Demonstration in Hamm an. Die Initiatoren Campact, Fridays for Future, BUND und Greenpeace planen den Start der Demonstration am Gersteinwerk in Werne bei Hamm.

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Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin fordert: Pflegebedürftige Menschen besser vor Hitze schützen

Hitze gehört nach wie vor zu den unterschätzten Gesundheitsgefahren. Insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen stellt sie ein erhebliches Risiko dar. Vor dem Hintergrund der immer häufiger auftretenden und länger anhaltenden Hitzeperioden fordert das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin deshalb, pflegebedürftige Menschen besser vor Hitze zu schützen und die Hitzeschutzmaßnahmen im Gesundheits- und Pflegesystem auszubauen.

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5. Termine

29.05.2026 bis 14.06.2026
Berlin 
Klima-Bündnis

Amazonien schützen! Indigene Gemeinden unterstützen!

11.06.2026
bundesweit
KLUG e.V.

Hitzeaktionstag 2026

03.07.2026 bis 04.07.2026
Schwerte
Institut Kirche und Gesellschaft

KlimaNetz 2026 Kirche der Zukunft - Zukunft der Kirche

6. Klimafakten

Foto: Alliance Images von Alliance Images via Canva Pro.

So sieht gute Berichterstattung über Wetterextreme aus

Hitzewellen, Waldbrände, Flutkatastrophen: Extremwetter werden infolge der Klimakrise häufiger und heftiger. Aber fordern Betroffene dieser Katastrophen auch mehr Klimaschutz ein? Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass es darauf ankommt, in der Kommunikation den Zusammenhang zwischen Wetterextremen und Klimawandel herzustellen; heißt es auf klimafakten.de.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

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