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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

ob das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts oder der aktuellen Projektionsdatenbericht des Umweltbundesamts – die Bilanz ist eindeutig: Deutschland tut zu wenig für den Klimaschutz. Eine Ursache: Zu lange wurden kurzfristige Prioritäten über langfristige Strategien gestellt – viele Jahre wurde zu wenig investiert, während die Herausforderungen im Klimaschutz und bei der Infrastruktur immer größer geworden sind.

Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität bleibt daher nach wie vor richtig und wichtig. Bisher ist davon aber wenig zu sehen. Viel zu wenig Geld fließt in Zukunftsinvestitionen wie die energetische Sanierung von Schulen, Pflegeeinrichtungen oder Bahnstrecken. Stattdessen stehen für 2026 sogar weniger Mittel für den Klimaschutz zur Verfügung als zuvor, und Teile dieser Mittel fließen in Bereiche, die den Klimazielen widersprechen. Ein großer Teil wird zudem zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet und steht damit nicht für zusätzliche Investitionen zur Verfügung. Wenn selbst arbeitgebernahe Institute die mangelnde Investitionsquote kritisieren, zeigt das, dass die ökonomische Vernunft hier dem kurzfristigen Haushaltsausgleich geopfert wird.

Beim Sondervermögen ging es nicht nur um viel Geld, sondern vor allem um Vertrauen. Vertrauen in das Versprechen, dass das Sondervermögen tatsächlich dazu beiträgt, unser Land zu modernisieren, zukunftsfest zu machen und das Leben der Menschen vor Ort spürbar zu verbessern. Hier darf nicht noch mehr Vertrauen verspielt werden.

Gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband e.V. und dem WWF Deutschland fordern wir von der Bundesregierung: Das Sondervermögen muss halten, was es verspricht. Die zusätzlichen Mittel müssen konsequent für Klimaschutz, soziale Infrastruktur und Zukunftsinvestitionen eingesetzt werden. In den anstehenden Haushaltsberatungen kann und muss die Bundesregierung deshalb nachsteuern. Es braucht eine ehrliche Auseinandersetzung der Bundesregierung mit den Gutachten sowie Offenheit für Veränderungen. 

Gestern hat die Bundesregierung ihr Klimaschutzprogramm 2026 vorgelegt. Es wird klar: Die Regierung muss zusätzliche Maßnahmen beschließen, sonst reißt Deutschland die Klimaziele. Das stellt auch der Expertenrat für Klimafragen (ERK) in seiner Stellungnahme fest. Die Bundesregierung muss sich an gesetzliche Vorgaben halten. Gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit hatten wir die Bundesregierung dazu aufgerufen, ein rechtskonformes Klimaschutzprogramm zu beschließen, das die Klimaziele einhält, die Menschen wirksam vor neuen Kostenfallen schützt und bezahlbare Energie für alle sichert. Ein wirksames Klimaschutzprogramm muss umsteuern und Investitionen dorthin lenken, wo sie den Menschen nützen. Ein verlässlicher Ausbau der Erneuerbaren und der Umstieg auf saubere Technologien wie die Wärmepumpe machen uns unabhängig von teuren Importen. 

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland-Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | Rainer Lemoine Stiftung
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto: © European Union 2025 - Source : EP, Creative Commons via Wiki Commons.

Sondervermögen wird laut Studien zweckentfremdet

Vor einem Jahr verabschiedete der Bundestag das sogenannte Sondervermögen. Zwölf Monate später bemängeln Forschende: Nur ein kleiner Teil des Geldes fließe in Infrastruktur und Klimaschutzmaßnahmen. Die Union weist die Kritik zurück, berichtet die Tagesschau.

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Foto: UN Photo/Manuel Elías.

Wie soll diese Rechnung jemals aufgehen?

Deutschlands Klimaziele bis 2030? Klappt schon, behauptet die Regierung. Aber nur, weil eine Gesetzesänderung, eine großzügige Deadline und Glück helfen, schreibt Elena Erdmann in der ZEIT.

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Foto: EmDee, CC BY-SA 4.0, via Wiki Commons.

EU will Energiepreise gegen Klimaschutz ausspielen

Angesichts steigender Energiepreise überlegt die EU-Kommission, den Handel mit CO₂-Zertifikaten zu schwächen. Wie viel das bringt, ist strittig, so Eric Bonse in der TAZ.

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Foto: Polish presidency of the Council of the EU 2025, Public domain via WIki Commons.

"Ein ständiges Zurückrudern bei Zielen ist äußerst schädlich"

Eine Gruppe führender deutscher und französischer Ökonomen hat genug: Die permanenten Angriffe auf den EU-Handel mit Verschmutzungsrechten müssten aufhören, fordert sie. Ein Gastbeitrag von Monika Schnitzer und Katheline Schubert in der ZEIT.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Foto: Saulius Barasa von Getty Images Pro via Canva Pro.

Ein Jahr Sondervermögen: Versprochener Fortschritt muss bei Schulen, Bahnen und sauberen Energien ankommen

Ein Jahr nach dem Beschluss des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität ziehen Klima-Allianz Deutschland, Caritas und WWF eine kritische Bilanz. Die klimafreundliche Modernisierung unseres Landes stockt, da bisher viel zu wenig Geld in zentrale Zukunftsaufgaben wie die energetische Sanierung von Schulen, Pflegeeinrichtungen oder Bahnstrecken fließt. Das Bündnis fordert von der Bundesregierung, die rechtlichen Vorgaben des Sondervermögens einzuhalten und zusätzliche Mittel konsequent für Klimaschutz, soziale Infrastruktur und Zukunftsinvestitionen einzusetzen.

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Foto:  Aflo Images von アフロ via Canva Pro. 

Koalitionsausschuss: Ungewöhnliches Bündnis fordert 2,88 Mrd. Euro Investitionsoffensive in einen besseres ÖPNV-Angebot

Täglich sind 24 Millionen Fahrgäste mit Bussen und Bahnen unterwegs, rund 300.000 Beschäftigte arbeiten in der Branche. Doch jahrelange Unterfinanzierung gefährdet dieses System. In einem gemeinsamen Appell an den heutigen Koalitionsausschuss warnt ein Bündnis aus Branchenverbänden, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Wirtschaft nun vor einer Unterfinanzierung des ÖPNVs. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, die Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Klima-Allianz Deutschland fordern die Bundesregierung auf, sofort 2,88 Milliarden Euro in einen modernen ÖPNV zu investieren. 

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Aktionstage "Zusammen für Demokratie – Zukunft für alle"

Vom 23. Mai bis zum 7. Juni 2026 ruft das Bündnis “Zusammen für Demokratie”, dessen Mitglied auch die Klima-Allianz Deutschland ist, zu bundesweiten Aktionstagen unter dem Motto „Zusammen für Demokratie – Zukunft für alle“ auf. Die Aktionen zeigen, dass die lebendige Zivilgesellschaft unverzichtbar für die Demokratie ist.

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Foto: Hadi, Creative Commons Zero, Public Domain Dedication via Wiki Commons.

Umwelt, Soziales und Gesundheit: Breites Bündnis fordert zum Projektionsdatenbericht echten Klimaschutz

Am 15. März legt das Umweltbundesamt den Projektionsdatenbericht vor. Er berechnet, ob Deutschland bei seinen Klimazielen auf Kurs ist. Vor diesem Hintergrund fordern die Klima-Allianz Deutschland, der Paritätische Gesamtverband und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit die Bundesregierung zum Handeln auf. Nötig ist ein rechtskonformes Klimaschutzprogramm, das die Menschen wirksam vor neuen Kostenfallen schützt und bezahlbare Energie für alle sichert.

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Foto: nirat von Getty Images via Canva Pro.

Klimaschutz statt Zettelwirtschaft: Studie fordert einfachere Förderung für Kommunen

Mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität hat die große Koalition vor einem Jahr eine weitreichende Modernisierung unseres Landes versprochen. In den Städten und Gemeinden haperte es allerdings schon in der Vergangenheit häufig mit der Umsetzung der Förderprogramme. Denn komplizierte Förderanträge, knappe Kassen und fehlendes Personal bremsen viele Kommunen aus.

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), die im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland und des Klima-Bündnisses erstellt wurde, zeigt, wie Förderprogramme einfacher, wirksamer und bürokratieärmer gestaltet werden können.

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3. Klimaprojekt der Woche | Rainer Lemoine Stiftung

Foto: Stefan Klenke/Reiner Lemoine Stiftung.

Rainer Lemoine Institut

Die Reiner Lemoine Stiftung setzt sich seit 20 Jahren für ein klimagerechtes Energiesystem ein. Mit dem Reiner Lemoine Institut gründete die Stiftung 2010 ein unabhängiges Forschungsinstitut, das dieses Ziel wissenschaftlich begleitet und zu einer Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien forscht. Die Wissenschaftler*innen arbeiten zur Transformation von Energiesystemen, Mobilität mit Erneuerbaren Energien und – besonders im internationalen Kontext – an Off-Grid Systemen.

Für den BUND berechneten RLI-Expert*innen beispielsweise, wie eine Erhöhung der Flexibilität im Energiesystem den Bedarf an neuen Gaskraftwerkskapazitäten in Deutschland reduzieren kann. Für Agora Verkehrswende erforschte das RLI, wie bidirektionales Laden von E-Fahrzeugen dazu beitragen kann, die eigenen Stromkosten zu senken und das Energiesystem zu stabilisieren. Außerdem erstellt das RLI in Forschungs- und Auftragsprojekten Tools, Analysen, Studien, Modelle und Datenvisualisierungen.

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4. Meldungen der Mitglieder


"Klimapolitisch riskant und ökonomisch ineffizient“: FÖS kritisiert neues Klimaschutzprogramm

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kritisiert das heute veröffentlichte Klimaschutzprogramm 2026: Die Bundesregierung hält an klimaschädlichen Fehlanreizen fest und lässt große finanzpolitische Potenziale für Emissionsminderungen ungenutzt. Damit schwächt sie die Wirksamkeit des Programms und treibt die volkswirtschaftlichen Kosten der Transformation in die Höhe. Zudem bezieht sich das Programm nicht auf die aktuellsten Emissionsdaten des Umweltbundesamts. Dadurch ist die  Klimaschutzlücke, die es adressiert, zu klein.

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Foto: Niklas Jeromin von Pexels via Canva Pro.

Mitglieder warnen vor Aufweichung des ETS

Anlässlich der aktuellen Energielage haben beim EU-Gipfel die Staats- und Regierungschefs ein Aufweichen des Emissionshandels diskutiert, um die Stromkosten für Unternehmen zu senken. Einige Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland sehen das kritisch.

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Deutschlandticket für 49 Euro: Deutsche Umwelthilfe belegt Nutzen für Klimaschutz und Volkswirtschaft

Ein neues Gutachten von unserem Mitglied der Deutschen Umwelthilfe (DUH) kommt zu dem Ergebnis: Das Deutschlandticket für 49 Euro im Monat hätte von 2023 bis 2030 zusätzliches CO2-Minderungspotenzial von mehr als 18 Millionen Tonnen gehabt. Ein Großteil der Einsparungen kann bei sofortiger Preisreduktion noch erreicht werden. Die DUH fordert von der Bundesregierung deshalb eine sofortige Preisreduktion des Deutschlandtickets auf maximal 49 Euro.

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Klimaschutzprogramm: Breites Bündnis mahnt Bundesregierung zum Handeln

Gemeinsamer Verbände-Appell zum Klimaschutzprogramm: Die Bundesregierung muss beim Klimaschutz liefern.

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Klimaanpassungen in sozialen Einrichtungen: Paritätischer sieht Klärungsbedarf bei der Förderung investiver Maßnahmen

Der Paritätische Gesamtverband blickt mit Sorge auf die Entscheidung der Bundesregierung, im Jahr 2026 kein neues Förderfenster für die Richtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo) zu öffnen. Für viele Träger bedeutet dies weiterhin Unsicherheit bei der Planung notwendiger Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

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Kosmos b bietet neue Materialien ab Klasse 7 an: Konsum und Lebensstile

Das Bildungsmaterial LifestyleCheck der Denkwerkstatt Konsum des Umweltbundesamtes (UBA) ermöglicht es jungen Menschen ab Klasse 7 verschiedene Lebensstile und unterschiedliche Konsummuster kennenzulernen. Es eignet sich für die Schule und außerschulische Projektarbeit.

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5. Termine

Foto: ra2studio von Getty Images via Canva Pro.  

"Politik mit Humor - Wie Satire Menschen (noch) erreicht"

Die Daily Show mit Jon Stewart hat es vorgemacht: Wenn Nachrichten nur noch überfordern und Angst auslösen, schlägt Humor die Brücke zu harten Fakten. Satire nimmt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Faschismus ein, in den USA ebenso wie in Deutschland durch Formate wie die Die Anstalt und Kritik auf Karnevalsumzügen. Diesem Vorbild folgt die Initiative Die Bürokratiemonster, die trockene Fakten satirisch aufbereitet und bereits an der Sendung Die Bürokratie-Anstalt und den Big Brother Awards mitgewirkt haben. 

In dieser Ausgabe des Format „Lunch Talk Klima+Kultur“ soll kurz vorgestellt werden, welche Rolle Satire im politischen Aktivismus derzeit einnimmt, wie sie (nicht) funktioniert und was das für Politikarbeit in Deutschland bedeutet.

Das Mittagsformat der “AG Interkulturalität” der Klima-Allianz Deutschland lädt Sie am Dienstag, den 21.April 2026 zu einer Mittagspause von 12:30-13:15 Uhr ein, die nicht nur satt macht, sondern Impulse gibt und verbindet. Du hast Lust und wärst gern dabei? Dann schreibe eine Mail an caroline@greenfaith.org und du erhältst einen ZOOM-Link.

26.03.2026
ZOOM
ClientEarth

ClientEarth Summit 2026

15. - 29.04.2026
Online
LAG 21 

Webinarreihe: Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement

23.04. und 17.06
Online
kosmos b

Präventions-Fortbildung mit KlimaGesundheit-Päckchen für Kitas

28. - 30.04.2026
Glücksburg
artefact e.V. 

Solarschulung zur Berater:in für Mieterstrom

6. Klimafakten

Foto:  Yan Krukau von Pexels via Canva Pro.

Was motiviert Menschen klimafreundlich zu handeln? Forschungsergebnisse und eine Checkliste für erfolgreiche Akzeptanz von Klimaschutzprojekten

Das Öko-Institut hat erforscht, welche Faktoren zu mehr Unterstützung von Klimaschutz beitragen. Aus den Ergebnissen haben sie eine Online-Checkliste für Kommunen entwickelt, die Kommunen dabei unterstützt, dass Klimaschutzmaßnahmen so auszugestalten und kommuniziert werden, dass sie gesellschaftlich akzeptiert werden.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

www.klima-allianz.de

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