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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

in den vergangenen Wochen haben sich die Ereignisse überschlagen. An den Tankstellen spüren wir es längst, bald auch auf unseren Heiz- und Stromrechnungen: Die Sperrung der Straße von Hormus infolge des Kriegs führt uns unsere gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energien erneut vor Augen. Deutschland zahlt jedes Jahr rund 80 Milliarden Euro für fossile Importe – Geld, das unsere Abhängigkeit verfestigt, statt in Zukunftssicherheit zu investieren. Ernüchternd ist: Diese Abhängigkeit ist uns spätestens seit der Ölpreiskrise von 1973 bewusst. Doch aktuelle Pläne der Bundesregierung, etwa die Streichung des 65-Prozent-Kriteriums im Gebäudeenergiegesetz, drohen sie für weitere Jahrzehnte zu zementieren.

Gerade jetzt braucht es politischen Fokus und Entschlossenheit. Bis zum 25. März muss die Bundesregierung ein neues Klimaschutzprogramm vorlegen – und damit die Chance nutzen, den Kurs auf eine unabhängige und sozial gerechte Energiewende auszurichten.

Statt Milliarden für fossile Energien ins Ausland zu überweisen, stärken Investitionen in Wind- und Solarenergie unsere Widerstandsfähigkeit, schaffen neue Arbeitsplätze, kurbeln die lokale Wertschöpfung an und senken langfristig Energiekosten. Gemeinsam mit Sozialverbänden fordern wir: Klimapolitik muss bei allen Menschen ankommen - vor allem bei Menschen mit wenig Einkommen. Investitionen in erneuerbare Energien, klimafreundliche Gebäude und saubere Mobilität müssen spürbare Entlastung bringen.

Das 65-Prozent-Kriterium ist zentral für die Wirksamkeit des Gebäudeenergiegesetzes. Laut Berechnungen des Öko-Instituts trägt es zu rund 80 Prozent der gesamten Emissionsminderung im GEG bei. Wird es gestrichen, steigen die Emissionen deutlich langsamer, und die Klimaziele geraten in Gefahr. Unternehmen und Kommunen haben längst mit diesem Kriterium geplant und investiert. Sie brauchen Planungssicherheit, keine Rückschritte. Wir müssen außerdem gewährleisten, dass nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher die Kosten für fehlende politische Steuerung tragen.

Auch auf europäischer Ebene sollte Deutschland konsequent in Klimaschutz und Zukunftstechnologien in Europa investieren, statt auf teure internationale CO₂-Zertifikate zu setzen, die nur auf dem Papier zu Zielerreichung führen. Dieses Geld wäre besser eingesetzt, um den Klima- und Transformationsfonds wirklich für das zu nutzen, wofür er gedacht ist: Klimaschutz und nötige Investitionen in die Wirtschaft in Deutschland.

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | ANU
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto: Manfred Brückels, CC BY-SA 3.0, via Wiki Commons. 

Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check

Die Debatte rund ums Gebäudemodernisierungsgesetz – dem früheren sogenannten „Heizungsgesetz“ – ist voller Falschbehauptungen. Journalistinnen von CORRECTIV ordnen irreführende Aussagen von Verhandlern und Regierungsmitgliedern ein. 

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Foto: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, via Wiki Commons.

Schneider wirft EU "rückwärtsgewandte Strategie" bei Atompolitik vor

Der Bundesumweltminister bekräftigt, dass Deutschland am Ausstieg aus der Kernkraft festhält. Carsten Schneider reagiert damit auf eine Ankündigung von der Leyens, so die ZEIT.

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Foto: Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0, via Canva Pro.

Reiche erwägt Einschnitte bei der Solarförderung

Bundeswirtschaftsministerin Reiche plant offenbar Einschnitte bei der Förderung privater Solaranlagen. Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Ministeriums hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

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Foto: Karola G von Pexels via Canva Pro.

Knapp 2.400 Unternehmen kritisieren Energiepolitik der Bundesregierung

Hunderte Unternehmen zeigen sich "extrem besorgt", dass die Energiewende abgewürgt werde. Sie warnen vor Auftragseinbrüchen und der Entwertung bisheriger Planungen, schreibt die ZEIT.

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Foto: halfpoint via Canva Pro.

Soll das neue Beteiligungsgesetz Windkraft verhindern?

Festbeträge an Gemeinden und Anwohner von Erzeugern erneuerbarer Energien - was wie ein Segen für die Betroffenen klingt, versteht mancher als Instrument zur Verhinderung neuer Windräder, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Foto: Pixelshot via Canva Pro.

Verbände: Bundesregierung muss finanzielle Vorteile von Klimaschutz für alle sichern

Die Bundesregierung ist verpflichtet, bis zum 25. März 2026 ein überarbeitetes Klimaschutzprogramm vorzulegen, mit dem die Klimaziele erreicht werden können. Drei Wochen vor Ablauf der gesetzlichen Frist fordern Sozial- und Wohlfahrtsverbände gemeinsam mit der Klima-Allianz Deutschland, dass die Chancen und finanziellen Vorteile ambitionierter Klimapolitik allen Menschen zugutekommen.

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Foto: thecorgi via Canva Pro.

Klimaziel auf dem Papier erreicht – aber mehr CO2 in der EU ausgestoßen

Die EU will ihre Emissionen bis 2040 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Fünf Prozent sollen erstmals über internationale CO2-Zertifikate erfüllt werden können. Doch ein neuer Policy Brief des NewClimate Institute im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland warnt vor hohen Kosten und der Verschleppung des Klimaschutzes.

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#29 Berliner Klimagespräch: „ÖPNV braucht Zukunft - Wohin fährt der öffentliche Nahverkehr?”

Die Klima-Allianz Deutschland veranstaltet gemeinsam mit ver.di das 29. Berliner Klimagespräch „ÖPNV braucht Zukunft – wohin fährt der öffentliche Nahverkehr?“. Wir diskutieren, welche Instrumente geeignet sind, um dem ÖPNV eine zukunftsfähige Perspektive zu geben.

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3. Klimaprojekt der Woche | ANU

Foto: ANU

Junge Stimmen stärken

Im Projekt „Politisch handeln – aber wie?!“ erprobte der ANU-Bundesverband e.V. gemeinsam mit sieben Umweltbildungszentren ein Bildungsangebot für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Ziel war es, die Teilnehmenden darin zu stärken, politische Handlungsmöglichkeiten im Klima- und Umweltschutz zu erkennen, zu verstehen und selbst bestimmt zu nutzen.

In unterschiedlichen Formaten – von eintägigen Workshops bis zu mehrwöchigen Schul-AGs – setzten sie sich mit Beispielen politischen Engagements auseinander, tauschten sich über eigene Zukunftsvisionen aus und entwickelten in kleinen Teams eigene politische Aktionen. Dabei wurden sie bedarfsorientiert von der ANU und den beteiligten Umweltbildungszentren unterstützt. Ein neu erschienenes Materialset bündelt die im Projekt eingesetzten Materialien sowie Anleitungen zur Durchführung, methodische Hinweise und Praxiserfahrungen aus den beteiligten Einrichtungen. 

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4. Meldungen der Mitglieder

Öko-Institut liefert es schwarz auf weiß: Gebäudemodernisierungsgesetz Frontalangriff auf Klimaschutz

Die Pläne für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) würden klimaschädliche Emissionen im Gebäudesektor in die Höhe treiben, erklärt Julius Neu, Experte für Energie- und Klimapolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

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72.000 Unterschriften für faire Entschuldung: Kampagne fordert Reformen in der internationalen Finanzarchitektur

Über 72.000 Menschen fordern konkrete Reformen des internationalen Finanzsystems und Schuldenstreichungen für Staaten des Globalen Südens. Zum Abschluss der Kampagne „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“ hat ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 71 Organisationen den Appell an das Bundesfinanzministerium übergeben.

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Hohe Spritpreise sind Ergebnis fossiler Abhängigkeit

Die Spritpreise haben angesichts der Nahost-Krise zum ersten Mal seit Jahren wieder die Schwelle von 2 Euro übersprungen. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht darin einen erneuten Beleg, dass die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energien überwunden werden muss. Die Bundesregierung müsse jetzt umsteuern, fordert die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. Die Zukunft müsse den Erneuerbaren und der Elektromobilität gehören.

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5. Termine

16.03.- 19.03.2026
Glücksburg/Ostsee
artefact e.V.

Schulung zum Solar(fach)berater*in für Energieberater und PV-Planer

16.03.2026
Berlin
Klima-Allianz

29. Berliner Klimagespräch: ÖPNV braucht Zukunft - wohin fährt der öffentliche Nahverkehr?

24.03. - 26.03.2026
ZOOM
ClientEarth

ClientEarth Summit 2026

15.04- 29.04.2026
Online
LAG 21

Webinarreihe: Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement

15.04- 29.04.2026
Glücksburg/Ostsee
artefact e.V.

Solarschulung zur Berater*in für Mieterstrom

6. Klimafakten

Foto: Unai Huizi von Imágenes de unaihuizi via Canva Pro.

Die unterschätzte Kraft des Selbstvertrauens

Klimaschutz ist mehr als Technik und Politik. Der wahre Gamechanger sitzt in unserem Kopf. Wir wissen viel über die Klimakrise und was wir dagegen tun können, doch unser Handeln ändert sich kaum. Warum konsumieren wir mehr als nötig ist, obwohl wir wissen, dass wir damit unsere Lebensgrundlage gefährden?


Umweltpsycholog*innen haben Antworten gesucht – und gefunden: Viele umweltschädliche Gewohnheiten wurzeln in mangelndem Selbstvertrauen und einem brüchigen Selbstwertgefühl. Woher das kommt und wie ein starkes Selbstvertrauen zu mehr Klimaschutz führen kann, erklärt Adina-Iuliana Deacu vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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