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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

ein Urteil auf höchster Ebene zum richtigen Zeitpunkt: Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass das Klimaschutzprogramm 2023 nicht ausreicht, um die Ziele des Klimaschutzgesetzes zu erreichen. Die Bundesregierung muss bis März ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm 2026 vorlegen, das die Lücke von 2023 zusätzlich schließt. Das erhöht den Druck vor allem auf die bisher säumigen Ministerien für Verkehr und Bau, endlich wirksame Maßnahmen zu präsentieren. Ohne das Engagement unseres Mitglieds DUH, der Deutschen Umwelthilfe, wäre das Urteil nicht zustande gekommen. Das Urteil stärkt alle Klimaschutzbewegten darin: Engagement wirkt und verändert die politischen Rahmenbedingungen.

In der vergangenen Woche haben zahlreiche Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr die Arbeit niedergelegt und für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Schon im vergangenen Jahr hat eine gemeinsame Studie von Klima-Allianz Deutschland und ver.di die Arbeitsbedingungen von rund 130.000 Beschäftigten in kommunalen Nahverkehrsunternehmen analysiert und konkrete Verbesserungen vorgeschlagen. Ohne gute Arbeitsbedingungen droht der ÖPNV aufgrund Personal- und Finanzmangel zu scheitern. Zentrale Verbesserungen, die jetzt umgesetzt werden müssen, sind verlässliche Dienstpläne, begrenzte unbezahlte Pausen, ausreichend lange Ruhezeiten, konsequente Arbeitszeiten am gleichen Ort, bessere Wochenendregelungen sowie genügend Personal, um realistische Schichtmodelle zu ermöglichen. Nur so ist klimafreundliche Mobilität gesichert.

Herzliche Grüße

Ihre Geschäftsstelle der Klima-Allianz Deutschland

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | Vereinte Evangelische Mission
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto: Tuxyso, CC BY-SA 3.0 via Wiki Commons

Klimaklage gegen Bundesregierung erfolgreich

Die Bundesregierung muss das Klimaschutzprogramm nachbessern. Das 2023 beschlossene Programm reiche nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen, urteilte das Bundesverwaltungsgericht. Geklagt hatte die Umwelthilfe, so berichtet die Tagesschau.

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Foto: Tanya Barrow via Unspash.

Warum es beim neuen Heizungsgesetz nicht vorangeht

Bis Ende Januar wollte die Koalition Eckpunkte für ein neues Heizungsgesetz vorlegen - ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag. Doch seit Monaten tritt Schwarz-Rot auf der Stelle. Warum? Eine Analyse von Dominic Hebestreit und Jannik Pentz.

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Foto: chuanchai pundej von FoToArtist Ⓜ︎ via Canva Pro.

Die nächste Gaskrise?

Die Gasspeicher sind deutlich weniger gefüllt als im vergangenen Jahr. Die Debatte geht aber am Grundproblem vorbei: Wie kommt Deutschland endlich vom Erdgas weg, statt nur eine Abhängigkeit gegen eine andere zu tauschen? Joachim Wille vom Klimareporter sucht nach Antworten.

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Foto:  dragana991 von Getty Images via Canva Pro.

Teure Kältewelle für Arme

Der derzeitige Dauerfrost treibt die Heizkosten in die Höhe. Da ist es bitter, dass die energetische Sanierung von Gebäuden nicht vorankommt, schreibt Anja Krüger in der taz.

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Foto: Minerva Studio via Canva Pro.

Klimaziel in Gefahr - Kraftstoffverkauf steigt wieder

Der Verbrauch von Benzin und Diesel ist 2025 nicht wie erhofft gesunken, sondern leicht gestiegen. Der Straßenverkehr verursachte damit offenbar erstmals so viele Treibhausgase wie die gesamte Industrie, berichten Christian Baars und Oda Lambrecht vom NDR.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Foto:  Klima-Allianz Deutschland

Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz

Zum ersten Mal traf sich eine repräsentative Delegation der Klima-Allianz Deutschland mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Neben Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, nahmen Eva Welskop-Deffaa (Caritas), Rüdiger Schuch (Diakonie Katastrophenhilfe) und Isabel Rutkowski (Katholische Landjugendbewegung Deutschlands, KLJB) an dem Gespräch teil. Sie vertraten damit Sozialverbände, Jugendorganisationen und den Katastrophenschutz. 

Die Delegation dankte dem Kanzler für sein klares Bekenntnis zu den nationalen und europäischen Klimazielen. Beim Treffen sprachen Kanzler Merz und die Klima-Allianz über die Bedeutung von Klimaschutz und wie die Klima-Allianz Deutschland ihren Einsatz für das Thema versteht. Zentral waren das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung und die soziale Ausgestaltung von Maßnahmen in den Bereichen klimafreundliche Mobilität, öffentlicher Nahverkehr, energieeffiziente Gebäude sowie die neuen Emissionshandelssysteme ETS 2 und 3; auch internationale Klimaschutzfragen wurden besprochen. Eva Welskop-Deffaa betonte, dass der Zugang zu bezahlbarer und klimafreundlicher Mobilität besonders für Menschen mit niedrigem Einkommen verbessert werden müsse durch Investitionen in Schiene und Bahnhöfe. Außerdem brauche es passgenaue Förderprogramme für die Elektrifizierung der Flotte von Sozialverbänden. Rüdiger Schuch sprach sich für ein gezieltes Förderprogramm zur energetischen Sanierung sozialer Einrichtungen aus. Isabel Rutkowski erinnerte mit Blick auf Belém und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts daran, dass Klimaschutz auch den Erhalt der Freiheit künftiger Generationen sichern muss – das sei konservativer Klimaschutz.

Das jüngste Urteil zur Klimaklage der Deutschen Umwelthilfe spielte dabei eine wichtige Rolle: Die Bundesregierung muss ihre Klimaschutzmaßnahmen für das Jahr 2023 nachschärfen und bis März 2026 dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) ein geeignetes Maßnahmenpaket vorlegen. 

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Foto: Klima-Allianz Deutschland

Wir begrüßen unsere neue Referentin für Internationale Klimapolitik

Seit Februar verstärkt Sarah Zitterbarth die Geschäftsstelle der Klima-Allianz Deutschland im Bereich internationale Klimapolitik. Sie studierte Politikwissenschaft und internationale Entwicklung in Bonn, Ottawa, Paris und Berlin. Ein Freiwilligendienst sowie ein Praktikum in Ecuador und Argentinien prägten ihr besonderes Interesse an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Lateinamerika. Berufliche Stationen führten sie unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Bundestag, zur Friedrich-Ebert-Stiftung und zuletzt als Kampaignerin für europäische und internationale Klimapolitik zu Greenpeace.

 

3. Klimaprojekt der Woche | VEM

Foto: VEM

Klimaschutz durch nachhaltige Landwirtschaft in Ruanda

Unvorhersehbare Niederschläge, zunehmende Trockenperioden und Bodenerosion stellen die Landwirtschaft in Ruanda vor erhebliche ökologische Herausforderungen. Die Anglikanische Kirche von Ruanda begegnet diesen mit einem Projekt, das Klimaanpassung konsequent mit aktivem Klimaschutz verbindet. Mehr als 400 Kleinbäuer*innen werden dabei unterstützt, klimafreundliche Anbaumethoden einzusetzen. In zwei Lernzentren erwerben sie emissionsarme und ressourcen-schonende Techniken, etwa den Einsatz solarbetriebener Bewässerungssysteme und wassersparender Gewächshäuser. Diese ersetzen fossile Energie, schützen die Böden und stärken nachhaltig die landwirtschaftliche Produktion und die natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig werden die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken erhöht und die Ernährungssicherheit langfristig verbessert.

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4. Meldungen der Mitglieder

Deutsche Umwelthilfe erzielt Grundsatzurteil für den Klimaschutz: Bundesverwaltungsgericht verurteilt Bundesregierung zu massiver Nachbesserung des Klimaschutzprogramms

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt höchstrichterlich das Klagerecht der DUH zum Klimaschutzprogramm. Das überarbeitete Programm muss konkrete und ausreichende Maßnahmen zur Erreichung des Klimaziels enthalten. Die DUH kündigt an, von dem nun vom BVerwG bestätigten Klagerecht Gebrauch zu machen, falls die Bundesregierung bis zum 25. März 2026 kein ausreichendes Klimaschutzprogramm beschließt.

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Ohne Schnee kein Wintersport: POW ruft zu Klimaschutz bei den olympischen Winterspielen auf

Im Februar und März 2026 finden die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in den italienischen Städten Mailand und Cortina d’Ampezzo statt – Regionen, die ebenso wie der Wintersport selbst stark unter den Folgen der Klimakrise leiden. Protect Our Winters und die Initiative fairplay fordern in einem gemeinsamen Statement eine stärkere Verantwortungs- übernahme, insbesondere in Bezug auf Emissionen, Ressourcennutzung und Menschenrechte.

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Foto: Ronny von Getty Images via Canva Pro

Hands-Off Nature

Die EU-Kommission und auch europäische Regierungen planen unter dem Leitsatz des Bürokratieabbaus und der Deregulierung die Abschwächung von europäischen Umwelt- und Naturschutzgesetzen. Einige Umweltorganisationen haben deshalb unter dem Motto „Hands-Off Nature“ verschiedene Aktionen gestartet.

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5. Termine

23.02.2026
Online
LAG21

Webinar: Von Vorbildern lernen - Nachhaltigkeit im Sportverein voranbringen

24.02.2026
Online
Klima-Bündnis e.V.

Schutz von Grundwasser und Boden angesichts der Klimakrise

24.02.2026
Online
Deutsche Klimastiftung

VisionsForum: Gemeinsam ausbilden für morgen - Der Dialog zwischen den Generationen über Sinn und Verantwortung im Beruf

16.03.2026 bis 19.03.2026
Glücksburg
artefact e.V.

Schulung zum Solar(fach)berater:in für Energieberater und PV-Planer

28.04.2026 bis 30.04.2026
Glücksburg
artefact e.V.

Solarschulung zur Berater:in für Mieterstrom

6. Klimafakten

Foto: Dario Morandotti via unsplash.

Wie schaffe ich es, dass sich mehr Menschen für Klimaschutz einsetzen?

Ein Forschungsteam hat dazu 30.000 Menschen befragt, wann sie sich für den Klimaschutz engagieren würden. Dabei wurden ihnen verschiedene Szenarien vorgestellt und sie gefragt, ob sie sich unter diesen Umständen für den Klimaschutz einsetzen würden.

Das Ergebnis: Am überzeugendsten wirkten positive Beispiele, wie z.B. frühere Klimaschutzaktionen, die zeigen, dass Engagement tatsächlich etwas bewirken kann. Besonders stark war der Effekt, wenn die Aktionen zusätzlich emotionale oder soziale Vorteile boten, etwa die Möglichkeit neue Freundschaften zu knüpfen oder ein Gefühl von Gemeinschaft.

Szenarien, die auf Wut, Angst oder Schuld setzten, waren dagegen deutlich weniger wirksam. Und auch wirtschaftliche oder gesundheitliche Argumente überraschten das Forschungsteam: Sie hatten kaum Einfluss auf die Bereitschaft, selbst aktiv zu werde.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

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