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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

aktuell verhandelt unsere Bundesregierung darüber, wie das Klimaschutzprogramm aussehen soll. Für 62 kirchliche Organisationen ist klar: Es muss vor allem eines sein – wirksam. Zu den Unterstützern gehören unter anderem die Evangelische Kirche in Deutschland und die Erzdiözese Freiburg. Wirksamer Klimaschutz bedeutet verlässliche politische Rahmenbedingungen und neue Maßnahmen: eine schnellere Abkehr von Öl und Gas sowie deutlich höhere Investitionen in den Bereichen Mobilität und Wohnen. Dass dieser Weg möglich ist, zeigen viele Landeskirchen, Diözesen und Kirchengemeinden, die bereits vorangehen. Sie investieren in erneuerbare Energien, setzen auf nachhaltige Produkte und treiben eine klimaneutrale Wärmeversorgung voran. Damit diese Fortschritte bestehen bleiben, braucht es verlässliche politische Weiterentwicklungen statt Rückschritten in der Klimapolitik.

Doch Klimaschutz ist nicht nur eine kirchliche Aufgabe, er ist eine Frage der Generationengerechtigkeit. Hinter abstrakten Begriffen wie fossile Energien, Verbrenner-Aus oder Haushaltsverhandlungen geht es letztlich um etwas sehr Konkretes: uns und unseren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen. Allzu oft geraten ihre Bedürfnisse in den Hintergrund, oder Entscheidungen werden sogar über ihre Köpfe hinweg getroffen. Zum Internationalen Tag der Kinderrechte haben deshalb Kinder- und Jugendverbände die Bundesregierung dazu aufgefordert: „Legt bis Ende des Jahres ein Klimaschutzprogramm vor!“

Klimaschutz ist Kinderschutz – Schutz vor Armut, Ungleichheit und Zukunftsangst. Wir brauchen eine Bundesregierung, die das ernst nimmt und den Weg in ein klimaneutrales, modernes und lebenswertes Land klar aufzeigt. Und zwar so, dass die Vorteile bei allen Menschen ankommen – unabhängig von Einkommen, Wohnort oder Alter.

Das betont auch Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): „Klimaschutz ist mehr als Umweltpolitik, sondern eine zutiefst ethische und theologische Forderung: Wir tragen Sorge für Gottes Schöpfung, für die Menschen, die heute unter dem Klimawandel besonders leiden, und für diejenigen, die nach uns kommen.“ 

Auch wirtschaftlich ist der Kurs eindeutig: Jeder Euro, der in der EU in den Klimaschutz investiert wird, spart vier bis zehn Euro an Folgekosten, so eine neue Studie.

Herzliche Grüße

Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | WDC
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik

Foto: senorcampesino von Getty Images via Canva Pro.

Preise runter, Emissionen rauf

Die EU hat Angst vor der Wut ihrer Bürger. Deshalb verschiebt sie ihr wichtigstes Instrument im Kampf gegen den Klimawandel (ETS). Was sind die Folgen?, fragt die ZEIT.

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Foto: Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 DE, via Canva Pro.

Verkehrs- und Gebäudesektor verfehlen CO₂-Obergrenzen deutlich

Sowohl Verkehrs- als auch Gebäudesektor haben 2024 in Deutschland deutlich mehr CO₂ emittiert als zulässig. Das könnte teuer werden: Strafzahlungen an andere EU-Staaten werden damit wahrscheinlich, so Klaus Stratmann im Handelsblatt.

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Foto: UN Photo/Eskinder Debebe

Weltklimagipfel ohne Durchbruch: Ist nun alles verloren? Keineswegs!

Die COP30 endet ohne einen verbindlichen Ausstieg aus fossilen Energien. Jetzt müssen die Staaten selbst handeln. Und am Ende könnten technologische Fortschritte wirksamer sein als Gipfelergebnisse, ein kommentiert Jan Kixmüller.

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Foto: iJeab voa Canva Pro. 

Klimaschutz kostet - wenig Klimaschutz kostet mehr

Jeder Euro, der in der Europäischen Union in den Klimaschutz investiert wird, spart vier bis zehn Euro an Folgekosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse aus Österreich, heißt es in der Tagesschau.

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LeoPatrizi von Getty Images Signature via Canva Pro.

Diese Länder gehen beim Klimaschutz voran

Der Klimaschutz-Index bewertet jährlich, wie ambitioniert die Länder den Klimawandel bekämpfen. Der diesjährige Bericht zeigt: Es gibt Fortschritte - aber sie reichen nicht aus. Deutschland rutscht im Ranking sogar ab, berichtet die Tagesschau.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

28. Berliner Klimagespräch: Kommunen stärken, Klima schützen - Wie gelingt die Finanzierung?

Die Klima-Allianz Deutschland und das Klima-Bündnis veranstalten das 28. Berliner Klimagespräch unter der Leitfrage "Kommunen stärken, Klima schützen - Wie gelingt die Finanzierung". Mit Vertreter*innen der Regierungsparteien und kommunalpolitischen Expert*innen diskutieren wir, wie Städte und Gemeinden für die Wärmewende, klimagerechte Infrastrukturen und eine sozial gerechte Anpassung an die Klimakrise ausgestattet werden können.

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Foto: pocstock via Canva Pro.

Ein wirksames Klimaschutzprogramm für eine gerechte und lebenswerte Zukunft!

62 evangelische und katholische Organisationen appellieren anlässlich aktueller Verhandlungen an die Bundesregierung, ein wirksames Klimaschutzprogramm vorzulegen. Darunter sind die Evangelische Kirche in Deutschland und die Erzdiözese Freiburg.

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Foto: halfpoint via Canva Pro.

24 Kinder- und Jugendverbände fordern Klimaschutzprogramm

Zum Internationalen Tag der Kinderrechte fordert ein breites Bündnis aus 24 Kinder- und Jugendverbänden sowie Kinderrechtsorganisationen die Bundesregierung zu einem Klimaschutzprogramm bis Ende des Jahres auf. 

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3. Klimaprojekt der Woche | Name der Organisation

Foto:  Martin Van Aswegen NMFS; Permit: 19703.

Wale sind Klimaschützer

Wale sind unsere Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise. Sie durchmischen Nährstoffe im Meer und fördern durch ihre Ausscheidungen als „Gärtner der Meere“ das Wachstum von Phytoplankton. Phytoplankton nimmt – wie Bäume an Land – CO2 auf und produziert über die Hälfte des weltweiten Sauerstoffs. Die Körper der Wale dienen außerdem als riesige Kohlenstoffspeicher und tragen so dazu bei, dass sich weniger CO2 in der Atmosphäre befindet.

Die Whale and Dolphin Conservation (WDC) ist die weltweit führende gemeinnützige Organisation zum Schutz von Walen und Delfinen. Sie arbeitet weltweit, unabhängig und wissenschaftlich und setzt sich mit Kampagnen, Forschungsarbeit, Feld- und Schutzprojekten sowie Bildungsarbeit für den Schutz von Walen und Delfinen und ihrer Lebensräume ein. Im Rahmen von Kampagnen, politischer Überzeugungsarbeit, Bildung, Beratung, Forschung, Rettungs- und Schutzprojekten sowie Mitmach-Aktionen verteidigt WDC Wale und Delfine gegen die zahlreichen Gefahren, denen sie heute ausgesetzt sind. WDC-Expert*innen arbeiten in nationalen, europäischen und internationalen Arbeitsgruppen, sind in allen relevanten internationalen Foren vertreten und haben direkten Einfluss auf maßgebliche Entscheidungen zur Zukunft von Walen und Delfinen.

Der WDC unterstützt unter anderem mit Spendengeldern die Forschung der Rugvin Foundation zur Rolle von Schweinswalkot und die Forschung der University of Alaska Southeast zur „Walpumpe“ von Buckelwalen. Diese Forschungen zeigen, wie Wale durch ihre Bewegungen und Ausscheidungen zur Klimastabilität beitragen.

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4. Meldungen der Mitglieder

Rangliste zeigt, wie Wetterextreme arme Staaten besonders verheerend treffen

Neuer Climate Risk Index von Germanwatch zeigt, dass Dominica, Myanmar und Honduras in den vergangenen 30 Jahren am stärksten von Extremwetter betroffen. Es sind fast ausschließlich Länder des Globalen Südens in der Spitzengruppe der Negativ-Rangliste. Aber auch Deutschland und weitere EU-Staaten rangieren unter den Top 30.

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Für ein starkes Cap im zweiten Emissionshandel: Offener Brief an den Bundeskanzler

Zusammen mit S4F-Regensburg hat die Bürgerlobby Klimaschutz einen Offenen Brief an den Bundeskanzler Friedrich Merz initiiert. Gemeinsam mit weiteren 53 unterzeichnenden Gruppen rufen sie den Kanzler dazu auf, sich für eine starke Emissionsobergrenze (Cap) im zweiten EU-Emissionshandel für Wärme und Verkehr einzusetzen.

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Gesetz(t): Das Ende der Gasheizung?

Das Umweltinstitut München ordnet für Verbraucher*innen die aktuell wieder Fahrt aufnehmende Debatte um das Heizungsgesetz ein.

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Klimabericht der Evangelischen Kirche Deutschlands 2025 vorgestellt

Bei der 6. Tagung der 13. Synode der EKD in Dresden haben Dr. Oliver Foltin (FEST Heidelberg) und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Beauftragte des Rates für Schöpfungsverantwortung, den Fortschrittsbericht zur Klimaschutzrichtlinie („Klimabericht der EKD 2025") eingebracht.

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5. Termine

Foto: nortonrsx von Getty Images Pro via Canva Pro.

Lunch Talk Kultur & Klima

Zwischen Laptop und Lunchbox – wie oft sieht so unsere Mittagspause aus. Die AG Interkulturalität der Klima-Allianz Deutschland möchte das ändern und lädt zum neuen Format „Lunch Talk“ ein. Gemeinsam wollen wir eine Mittagspause gestalten, die nicht nur satt macht, sondern auch inspiriert und neue Perspektiven eröffnet.

Am 16. Dezember startet die erste Ausgabe von „Lunch Talk – Kultur und Klima“ unter dem Motto „Roots Retreat – ground yourself in nature“. Moderiert von Diana Schild (NourEnergy e.V.) geht es unter anderem um die Frage: Wer sind wir jenseits von Jobtitel und Leistungsdruck – und wie können diese Perspektiven den Klimaschutz bereichern?

Das Format wird regelmäßig einmal im Monat stattfinden, immer dienstags von 12:30-13:15 Uhr, online via Zoom und dauert 45 Minuten. Nach einem kurzen Input folgt ein offener Austausch. Bringt euer Mittagessen mit und genießt eine entspannte, bereichernde digitale Pause! 

Du hast Lust und wärst gern dabei? Dann schreibe eine Mail an diana.schild@nour-energy.com.

1.12.2025
Berlin
Klima-Allianz Deutschland, Klima-Bündnis

28. Berliner Klimagespräch: Kommunen stärken, Klima schützen - Wie gelingt die Finanzierung?

10.12.2025
Köln
Dachverband der Kritische Aktionäre

Frei von fossilen Energien: Wie wird Nordrhein-Westfalen eine klimaneutrale Industrieregion?

2.02.- 13.07.2026
Online, Halle (Saale), Berlin
Forum Fairer Handel

Advocacy-Training für junge Menschen

6. Klimafakten

Foto: The Herds/David Levene.

Kunst und Klimaschutz

Die Klimakrise wirkt oft abstrakt. Kunst und Kultur können Brücken schlagen und das Ferne ganz nah bringen. Im Projekt THE HERDS sind in diesem Jahr lebensgroße Tierpuppen durch verschiedene Städte gezogen – von Kinshasa im Kongobecken bis hin nach Trondheim am Polarkreis.


THE HERDS ist zugleich eine Klimaschutzinitiative und ein öffentliches Kunstprojekt. Es zeigt, wie eng wir mit der Natur verbunden sind, und macht bewusst, wie wichtig ihr Schutz ist.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

www.klima-allianz.de

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