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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

vielerorts heißt es „Sommerferien“, und auch die parlamentarische Sommerpause hat begonnen. Im ersten Sommerinterview mit Kanzler Merz sprach dieser über vieles – doch kein Wort darüber, was seine Regierung im Koalitionsvertrag versprochen hatte, was aber bisher nicht geliefert wurde: die Strompreissenkung für alle.

Stattdessen betonen Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche, drei Viertel der versprochenen Senkung seien bereits umgesetzt – weil sie die entfallene Gasspeicherumlage in ihre Rechnung einbeziehen. Dabei war sie zusätzlich versprochen. Aus klimapolitischer Sicht fragwürdig. Eine Strompreissenkung für alle würde klimafreundliche Energien im Alltag attraktiver machen, während der Wegfall der Gasspeicherumlage fossile Gasheizungen begünstigt.

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung plant, die Gasumlage stattdessen aus den Klimafonds zu finanzieren. Begründet wird das damit, dass Bürger*innen und Unternehmen von den hohen Gas- und Energiepreisen entlastet werden sollen – jedoch ohne die Strompreise auch für Haushalte zu senken. Gleichzeitig werden 61 Prozent des Erdgases in Deutschland von der Industrie verbraucht. Indem die Gasumlage vollständig übernommen und der Strompreis für die Industrie gesenkt wird, profitiert hier also vor allem die Industrie. Die Haushalte gehen leer aus.

Das ist aber nicht alles. Kanzler Merz relativiert die Rolle Deutschlands beim Klimaschutz. Er findet, dass Deutschland vorerst nicht mehr so viel tun müsse, denn unser Anteil an den Emissionen sei angeblich klein. Er begründet, dass Deutschland nur circa ein Prozent der Weltbevölkerung ausmache und nur für zwei Prozent der Emissionen verantwortlich sei. Wenn wir klimaneutral wären, würde sich laut Merz nichts an den Auswirkungen der Klimakrise anderswo ändern. Dieses Argument greift jedoch zu kurz und lässt wesentliche Fakten außer Acht: Betrachtet man die gesamten verbrennungsbedingten Emissionen, liegt Deutschland weltweit auf Platz vier – hinter den USA, China und Russland. Eine Verantwortung, der wir uns nicht entziehen können und dürfen. Deutschland muss Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein.

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik
Kraftwerke

Foto: Pancaketom via Canva Teams 

Umweltbundesamt wertet CO2-Handel als Erfolg

Es sei "wirklich ein Grund zu feiern", heißt es vom Umweltbundesamt. Gemeint ist der Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten - eines der zentralen Klimaschutzinstrumente der EU. Seit Einführung sanken die Emissionen deutlich, wie die Tagesschau berichtet.

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Person in einem Rechenzentrum prüft die Kabel

Foto: Industrial Photograph via Canva Teams

Die Hitze von Rechenzentren nutzen

Betreiber von Datencentern müssen künftig die riesigen Abwärmemengen besser nutzen. Dafür braucht es auch eine bessere kommunale Wärmeplanung. Mehr dazu bei der taz.

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zwei Menschen planen Energiewende inmitten eines Solar- und Windparks

Foto: gustavo quiroga gaitan von Imágenes de gustavo quiroga via Canva Teams 

Super-GAU der Klimapolitik, konfliktentschärfende Erneuerbare und kühlende Wärmepumpen

Wo kein Netz ist, da kann auch kein Solar- oder Windpark hin – mit dieser unsinnigen Begründung will das Wirtschaftsministerium die Erneuerbaren bremsen, kritisiert Matthias Willenbacher bei Klimareporter°. Er verweist stattdessen auf den Speicherboom und smarte Flexibilitäts-Technologien.

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Menschen installieren Solarpanele

Foto: Hoan Ngọc von Pexels via Canva Teams 

Thinktank: Solar erstmals größte Stromquelle der EU

Einem britischen Thinktank zufolge war Solarenergie im Juni dieses Jahres erstmals die größte Stromquelle in der EU. Mehrere Länder produzierten demnach Rekordmengen an Solarstrom, wie es bei ZFD Heute heißt.

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Hochwasser

Foto: claudiodivizia via Canva Teams

Umwelthilfe fordert besseren Hochwasserschutz

Beim Hochwasserschutz muss nachgebessert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Umwelthilfe. Hunderttausende Menschen könnten von Überschwemmungen betroffen sein. Wie sehr, hängt auch vom Bundesland ab. Die Tagesschau gibt Einblicke in die Forderungen der Umwelthilfe.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Unser Jahresbericht 2024 ist da

Die Klima-Allianz Deutschland hat im Jahr 2024 sozial gerechte Klimapolitik gefordert, breite Bündnisse gegen Kürzungen im Klimaschutz gestärkt, ihre Forderungen an Kanzler Scholz und Vizekanzler Habeck übergeben, bei der COP29 für ein neues globales Klimafinanzierungsziel gekämpft und mit dem EU-Klimawahlcheck über 120.000 Menschen erreicht. Dies und mehr lesen Sie in der Onlineversion des Jahresberichts 2024.

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Kulturwandel
Transformation als kulturelle Aufgabe

Was prägt, wie wir leben, denken und fühlen? Was gibt uns Sinn und Identität? Was beeinflusst unsere Reaktionen auf globale Herausforderungen? Diesen Fragen stellt sich der neue Sammelband „Kulturwandel – Transformation als kulturelle Aufgabe“ des oekom-Verlags und der Klima-Allianz Deutschland. Kulturelle Fragen sind zugleich Schlüssel und Katalysator für gesellschaftlichen Wandel. Wer die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft erfolgreich gestalten will, sollte kulturelle Vielfalt als Ressource begreifen.

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Lust auf ein Buchgeschenk?

Wenn Ihr Interesse jetzt geweckt wurde, dann machen Sie doch bei unserer Verlosung mit! Gewinnen können Sie ein Exemplar des Sammelbands „Kulturwandel – Transformation als kulturelle Aufgabe“. Alles was Sie dafür tun müssen ist Folgendes: 

Lösen Sie das Kreuzworträtsel und schicken Sie uns das richtige Lösungswort zusammen mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse als kurze Mail an maria.nikolajczyk@klima-allianz.de

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3. Klimaprojekt der Woche | VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.

Stand der Verbraucher Initiative beim Berliner Umweltfestival

Foto: VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.

Überschrift

CARE (Circular consumption Activities to tRansform households towards material Efficiency) ist ein EU-finanziertes Projekt zur Förderung nachhaltiger Lebensstile. Seit Januar 2024 arbeiten elf Organisationen aus sechs Ländern unter Leitung der Universität Tampere daran. Die Laufzeit beträgt 48 Monate.

Das Ziel: Mindestens 100 europäische Haushalte auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft unterstützen – mit Fokus auf weniger Lebensmittelverschwendung und nachhaltigerem Umgang mit Kleidung.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist eine von elf Partnerorganisationen und setzt in Berlin zwei Pilotstudien um: zu Food Waste und nachhaltigem Kleiderkonsum. Dazu gehören die Gewinnung von Haushalten, Planung, Workshops und Aktivitäten über 12 bzw. 18 Monate. Parallel laufen ähnliche Studien an vier weiteren Standorten in Finnland, Norwegen, Schweden und Estland.

Begleitend erscheinen Themenhefte, die Verbraucher*innen informieren und zum Handeln anregen. Die CARE-Haushalte nutzen sie als Nachschlagewerk für neue Routinen, etwa zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

Im Februar startete die Rekrutierung von Berliner Haushalten über verschiedene Kanäle. Zum jetzigen Zeitpunkt haben sich bereits ausreichend viele Teilnehmer*innen angemeldet, die VERBRAUCHER INITIATIVE möchte Interessierten jedoch ausdrücklich die Möglichkeit geben, nachzurücken, sollten Plätze frei werden. Die Bewerbung kann hier eingereicht werden. 

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4. Meldungen der Mitglieder
Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG)

Analyse zeigt: Hitzetote in Europa übersteigen Verkehrstote um mehr als das Doppelte

Eine aktuelle Analyse des Centre for Planetary Health Policy (CPHP) und KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. macht deutlich: Hitze ist eine stille, aber tödliche Gesundheitsgefahr in Europa. Durch einen Vergleich mit der Zahl der Verkehrstoten wird deutlich, wie gravierend aber vergleichsweise unsichtbar die Zahl von Hitzetoten in Europa durch klimawandelbedingte Hitzewellen ist.

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WWF

EU-Vorschlag degradiert Naturschutz zur Nebensache

Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für den neuen langfristigen Haushalt gestern vorgelegt – und zeigt damit einmal mehr, dass sie die Dramatik der Klima- und Naturkrise falsch bewertet. Während Europa von Hitzewellen, Waldbränden und Überschwemmungen heimgesucht wird, will Brüssel das LIFE-Programm streichen, und damit direkte Mittel für Klima- und Biodiversitätsschutz. Das ist ein fatales Signal zur falschen Zeit.

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Deutsche Umwelthilfe

„Decke auf, wo Atmen krank macht!“: Deutsche Umwelthilfe misst mit Bürgerinnen und Bürgern Dieselabgasgift Stickstoffdioxid

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland auf, bei ihrer bundesweiten Messaktion für Saubere Luft mitzumachen. Unter dem Motto „Decke auf, wo Atmen krank macht“ will die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation bislang unbekannte Belastungsschwerpunkte mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) identifizieren und Maßnahmen einfordern – insbesondere an Orten, wo kaum offizielle Messstationen existieren.

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urgewald

Kohle-Banken-Studie: Gefährliche Trendumkehr bei globaler Kohlefinanzierung

Urgewald und 23 internationale NGO-Partner haben die diesjährige Kohle-Banken-Studie „Still Banking on Coal“ veröffentlicht, die die Entwicklung der Finanzströme von 650 Geschäftsbanken an Kohleunternehmen seit Glasgow untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd: In den vergangenen drei Jahren haben weltweite Geschäftsbanken die Kohleindustrie mit mehr als 385 Milliarden US-Dollar unterstützt.

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Deutsche Umwelthilfe

Baustopp vor Borkum nach Sieg vor Gericht: Deutsche Umwelthilfe schützt im Eilverfahren einzigartiges Steinriff vor Kabeltrasse für neue Gasbohrungen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg einen wichtigen Zwischenerfolg für den Schutz der Meeresnatur erzielt: Das Gericht hat dem Antrag der DUH auf sofortigen Baustopp für das Stromkabel zur geplanten Gasplattform von One-Dyas stattgegeben.

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Germanwatch

Kraftwerksstrategie muss Motor der grünen Wasserstoffwirtschaft werden

Ein Bündnis aus Unternehmen und Umweltverbänden fordert von Bundeswirtschaftsministerin Reiche verbindlichen Fahrplan zur Emissionsreduktion bei der Ausschreibung von Kraftwerken.

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5. Termine

29.08.2025 bis 30.08.2025
Online
Institut für Kirche und Gesellschaft, Misereor, Klima-Allianz Deutschland

Bilateral - Multilateral - Allen egal? Wer bezahlt Klimaanpassung im Globalen Süden?

29.08.2025 bis 31.08.2025
Bremen
Deutsche KlimaStiftung

Geschichten für morgen erzählen – eine Schreibwerkstatt zum Klimawandel

6. Klimafakten
Drei Menschen bei der Planung nachhaltiger Unternehmensstrategien

Foto: Worawee Meepian's Images via Canva Teams 

Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen: Pflichtprogramm oder Game-Changer?

In immer mehr Unternehmen gibt es Nachhaltigkeitsverantwortliche. Sie müssen gleichermaßen Berichtspflichten erfüllen und Veränderung anstoßen – ein strapaziöser Spagat. Kommunikation ist in dem Job eines der wichtigsten Handwerkszeuge. Simone Hauser von Klimafakten zeigt, wie das noch neue Berufsfeld sinnvoll gestaltet werden kann. 

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

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