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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Abonnent*innen,

die Bundesregierung hat die Frist für den Klima-Sozialplan verpasst: Bis zum 30. Juni hätte sie einen nationalen Klima-Sozialplan mitsamt Maßnahmen bei der EU einreichen müssen. Damit hätte Deutschland Fördermittel in Höhe von bis zu 5,3 Milliarden Euro aus EU-Geldern sichern können – Geld, das besonders den Haushalten und Unternehmen zugutekommen sollte, die am meisten unter dem kommenden Emissionshandel (ETS II) leiden werden. Eine verpasste Chance für sozial gerechten Klimaschutz.

Jetzt kommt es erst recht darauf an, dass die schwarz-rote Regierung wirksame Maßnahmen entwickelt, um die Kosten durch den ETS II sozial gerecht abzufedern. Die Klima-Allianz Deutschland und ein breites Bündnis aus Klima-, Umwelt- und Sozialverbänden fordern in einem 5-Punkte-Plan, dass die Bundesregierung einen Fahrplan für den Emissionshandel vorlegt, der wirkt und sozial gerecht ist.

Um die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, möchte die EU-Kommission als Zwischenschritt bis 2040 den CO₂-Ausstoß um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Um ihre Mitgliedstaaten und somit Verbraucher*innen und Industrie nicht allzu sehr zu belasten, setzt die EU jedoch auf umstrittene Klimazertifikate: Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland befürworten das 90-Prozent-Ziel; dies darf aber nicht weiter abgeschwächt werden. Die EU solle als Vorbild in Sachen Klimaneutralität vorangehen.

Zum Schluss noch eine Ankündigung: Der oekom-Verlag und die Klima-Allianz Deutschland haben Anfang Juli einen Sammelband herausgegeben: „Kulturwandel – Transformation als kulturelle Aufgabe“. Das Buch zeigt, wie Kultur eine treibende Kraft für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft sein kann. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Newsletter.

Herzliche Grüße
Ihre Klima-Allianz Deutschland Geschäftsstelle

Inhalt

1. News | Klima- und Energiepolitik
2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland
3. Klimaprojekt der Woche | DUH
4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

7. Jobs

1. News | Klima- und Energiepolitik
älterer Mann am Trinken aus Wasserspender

Foto:  helovi von Getty Images Signature via Canva Teams

Schon jetzt dreimal mehr Hitzetote durch Klimawandel

Der Klimawandel hat die jüngste Hitzewelle in Europa verstärkt. Eine neue Studie zeigt: Die Zahl der Hitzetoten hat sich deswegen verdreifacht. Die Tagesschau berichtet.

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Carsten Schneider

Foto:  photothek.net via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Schneider: Klimaneutral bis 2045 "realistisch"

Kann Deutschland seine Klimaschutzziele überhaupt noch erreichen? Umweltminister Schneider zeigt sich überzeugt: "Wir sind schon einen weiten Weg gegangen." Er finde aber, dass es "einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren" brauche, wie er in einem Interview mit ZDF Heute betont.

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Person sitzt zusammengekauert und sieht leidend aus

Foto: Liza Summer von Pexels via Canva

Wenn der Klimawandel Kopfschmerzen bereitet

Der Klimawandel belastet nicht nur die Umwelt – auch die Psyche vieler Menschen steht unter Druck. Besonders junge Erwachsene und Frauen bekommen das zu spüren. Wie stark die Angst vor der Zukunft wächst, zeigen aktuelle Studien. Pia Hesse von Klimareporter gibt Einblicke in die Studienlage zur Klimaangst.

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Person von steht vor Strommasten

Foto: xijian von Getty Images Signature via Canva Teams

Keine weiteren Stromsteuer-Senkungen:
Punktsieg für Klingbeil und Merz

Das Nein zu einer Senkung der Stromsteuer für Haushalte ist ein Punktsieg für Finanzminister Klingbeil und Kanzler Merz. Sie haben sich den unionsinternen Forderungen widersetzt. Mehr dazu bei der Tagesschau.

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Großstadt mit vielen Grünflächen, Schattenplätzen und Gewässern

Foto: galitskaya via Canva Teams

Städte neu gedacht: Der Weg zur kühlen Oase

Bis zu 40 Grad. In den Städten steht derzeit die Luft. Wo sollen wir uns da noch abkühlen? Wir müssen Städte anders denken und bauen, damit wir auch in Zukunft den Sommer dort ertragen. Freiburg macht vor, wie es geht und Deutschlandfunk Nova erklärt, wie es geht.

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2. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

ETS-2 braucht sozialen Kompass: Verbände fordern gerechten Emissionshandel und legen 5-Punkte-Plan vor

Ab 2027 werden mit dem neuen EU-Emissionshandel (ETS-2) europaweit erstmalig Preise auf den Ausstoß von CO₂ in den Bereichen Gebäude und Verkehr erhoben. Die Preise für Öl, Gas und Benzin werden dadurch spürbar steigen. Damit besonders betroffene Haushalte entlastet werden, stellt die EU einen Klima-Sozialfonds bereit. Voraussetzung für die Auszahlung der Gelder: Die EU-Mitgliedstaaten müssen bis zum 30. Juni Klima-Sozialpläne mit Maßnahmenvorschlägen bei der EU-Kommission einreichen. Wenige Tage vor Fristende fordert ein breites Bündnis aus Klima-, Umwelt- und Sozialverbänden in einem 5-Punkte-Plan von der Bundesregierung einen Fahrplan, der den neuen Emissionshandel so gestaltet, dass er wirkt und niemanden überfordert.Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.

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EU. Parlament mit Flaggen der EU und deren Mitgliedsstaaten

Foto:  Leonid Andronov via Canva Teams 

Klima-Allianz Deutschland warnt: Untätigkeit beim Klimaschutz könnte Deutschland 33 Milliarden Euro kosten

Ein neues Policy Paper des Öko-Instituts im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland zeigt: die absehbare Verfehlung der Ziele der EU-Klimaschutzverordnung kann den Bundeshaushalt mit bis zu 33 Milliarden Euro bis 2030 belasten, wenn Deutschland Emissionsrechte von anderen EU-Staaten zukaufen müsste. Nichtstun beim Klimaschutz wird also teuer – vor allem, weil in den Sektoren Verkehr und Gebäude weiterhin wirksame Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen fehlen. Genau das wird der morgen fällige Klimaschutzbericht der Bundesregierung wiederholt feststellen. Daher fordert das zivilgesellschaftliche Bündnis mit mehr als 150 Mitgliedern einen politischen Kurswechsel: Die Bundesregierung muss schnellstmöglich ein Klimaschutzprogramm auf den Weg bringen, um die nationalen und europäischen Klimaziele einzuhalten.

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Kulturwandel Transformation als kulturelle Aufgabe

Kulturwandel
Transformation als kulturelle Aufgabe

Was prägt, wie wir leben, denken und fühlen? Was gibt uns Sinn und Identität? Was beeinflusst unsere Reaktionen auf globale Herausforderungen? Diesen Fragen stellt sich der neue Sammelband „Kulturwandel – Transformation als kulturelle Aufgabe“ des oekom-Verlags und der Klima-Allianz Deutschland. Kulturelle Fragen sind zugleich Schlüssel und Katalysator für gesellschaftlichen Wandel. Wer die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft erfolgreich gestalten will, sollte kulturelle Vielfalt als Ressource begreifen.

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Lust auf ein Buchgeschenk?

Wenn Ihr Interesse jetzt geweckt wurde, dann machen Sie doch bei unserer Verlosung mit! Gewinnen können Sie ein Exemplar des Sammelbands „Kulturwandel – Transformation als kulturelle Aufgabe“. Alles was Sie dafür tun müssen ist Folgendes: 

Lösen Sie das Kreuzworträtsel und schicken Sie uns das richtige Lösungswort zusammen mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse als kurze Mail an maria.nikolajczyk@klima-allianz.de

Nur solange der Vorrat reicht! 

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3. Klimaprojekt der Woche | DUH

Druck machen für die Umwelt!

Jetzt nominieren: Engagementpreis „DRUCK MACHEN – Für die Umwelt!“

Der Engagementpreis zeichnet erstmals Menschen aus, die mit Herz, Haltung und Mut für Klima, Natur und Demokratie eintreten – im Ehrenamt, vor Gericht oder im Staatsdienst.

Hauptpreis: 50.000 € für die „Umweltheld*in des Jahres“

Jetzt nominieren bis 24. August 2025

Bereit Druck zu machen? Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Umwelt, Engagement und Demokratie

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4. Meldungen der Mitglieder

Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.

EU-Klima-Sozialfonds: Bundesregierung lässt erste Frist für Modernisierungs-Milliarden verstreichen

Anlässlich des ausgebliebenen Klimasozialplans der Bundesregierung macht der BNW darauf aufmerksam, dass Klimaschutzmaßnahmen dringend sozial-gerechter zu gestalten sind. CDU/CSU und SPD müssen Förder- und Auszahlungsmechanismen schaffen, die allen Bürger*innen die Teilhabe an klimaneutralen und kostengünstigen Lösungen ermöglichen.

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artefact

Die Energiewende selbst in die Hand nehmen: Dach-Solar-Selbstbaukurs für Laien

Im artefact Klima- und Solarpark wurde erstmals ein Solar-Selbstbaukurs durchgeführt. Am Ende des Kurses strahlten die zwölf Teilnehmenden mit der Sonne um die Wette: Die Solaranlage auf dem Dach war erfolgreich montiert.

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Umweltinstitut München

Vorsicht, Betrug: Kein Gasrabatt aus Klimageldern! Protest-Mail 

Mit einer kleinen, aber folgenschweren Gesetzesänderung will Finanzminister Lars Klingbeil einen dreisten Etikettenschwindel durchziehen: Ausgerechnet Schulden für teure, fossile Gasimporte sollen als Klimaschutzmaßnahme verbucht werden. Das Schlimmste daran: Dadurch fehlt Geld beim Klimaschutz. Durch die geplante Gesetzesänderung zahlen zudem bald auch Menschen, die längst eine Wärmepumpe eingebaut haben, für die fossilen Versäumnisse der Regierung mit – ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die beim Klimaschutz vorangegangen sind. Das Umweltinstitut München ruft zur Protest-Mail-Mitmach-Aktion auf!

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Deutsche Umwelthilfe

Kabinett beschließt Abkommen zur Öl- und Gasförderung in der Nordsee: „Bundesregierung liefert Borkum und Wattenmeer der fossilen Industrialisierung aus“

Trotz großer Proteste der Zivilgesellschaft unterzeichnete das Bundeskabinett heute das sogenannte Unitarisierungsabkommen zur Erschließung der Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert das Abkommen, das Aspekte wie Havarierisiken, Klimaschutzziele und Treibhausgasemissionen vollständig ausblendet, als Geschenk an die fossile Industrie.

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EU Parlament

Foto: Ratikova von Getty Images via Canva Teams

EU-Klimaziele: Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland äußern sich zum Gesetzesvorschlag der EU-Kommission für das Klimaziel 2040

Die EU-Kommission hat heute ihren Gesetzesvorschlag für das EU-Klimaziel 2040 vorgelegt. Angepeilt ist eine Reduktion der EU-weiten Emissionen um 90 Prozent bis zum Jahr 2040. Noch ist nicht klar, ob der Vorschlag der Kommission so beim Parlament und Rat durchkommt. Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland befürworten das 90 Prozent Ziel, das aber nicht weiter abgeschwächt werden dürfe. Die EU solle als Vorbild in Sachen Klimaneutralität vorangehen.

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GermanZero

Friedrich Merz ist Hitze-Kanzler!

Am Dienstag, den 02.07.2025 tagte der Koalitionsausschuss um 17 Uhr im Kanzleramt. Der heißeste Tag des Jahres zeigt mit voller Wucht, warum die Bundesregierung jetzt dringend und drastisch in Klimaschutz investieren muss. Dafür demonstiert GemanZero mit Bündnispartnern vor Ort mit einer Bildaktion.

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Diakonie Deutschland

Extreme Hitze gefährdet wohnungslose Menschen – Diakonie ruft zu gezielter Unterstützung auf

Für diese Woche sagen Wetterdienste Temperaturen von bis zu 40 Grad in Deutschland voraus – eine ernsthafte Gefahr für Menschen. Die Diakonie Deutschland warnt vor den lebensbedrohlichen Folgen extremer Hitze für wohnungslose Menschen und ruft Städte, Gemeinden und Bürger:innen zum Handeln auf.

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5. Termine

13.07.2025
München
Netzwerk Klimaherbst e.V.

Klima.Dult - Markt der guten Ideen

15.07.2025
Online
Institut für Kirche und Gesellschaft

Klimaschutz zusammen stärken!

17.07.2025
Online
Deutsche KlimaStiftung

WeiterGedacht: lokal & global - nachhaltiges Vernetzen

6. Klimafakten
Strommast im Dunkeln

Foto:  tzahiV von Getty Images Signature via Canva Teams

Im Dunkeln mit Ansage? Die Akte Blackout

Tagelang kein Strom, kein Licht, kein Internet – der "Blackout" ist das Lieblingsszenario der Energiewende-Gegner. Schuld seien Wind und Sonne. Doch wie realistisch ist der befürchtete Stromkollaps wirklich? In Folge 106 des Podcasts Quarks Science Cops des WDRs wird sich mit genau dieser Befürchtung wissenschaftlich auseinander gesetzt.

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7. Jobs

Jobs bei Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland

Auf dem Jobportal Baito finden Sie Stellenanzeigen in der Geschäftsstelle und bei den rund 150 Mitgliedern der Klima-Allianz Deutschland.

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Klima-Allianz Deutschland e.V.
Invalidenstraße 35
10115 Berlin

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Telefon 030 780 899 512

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